Pop / Rock

Einhorn/ Filou


EINHORN (A):
Mit einer unglaublichen Leichtigkeit bedienen sich die vier Burgenländer aus der Musikgeschichte und mischen aus Funk, HipHop, Indie und Electronic einen Sound der vor allem eines macht: Spass. Durch ihre intelligenten und pointierten Texte fragen sich die Ohren wo sie hängen bleiben: An den genialen Phrasen oder den eingängigen Synthie-Hooks? Wahrscheinlich an beidem.

Dass sich die Band erst jetzt aus dem Proberaum traut hat vor allem einen Grund: Man wollte sich erst mit einem Konzept der Öffentlichkeit stellen, das Hand und Fuss hat und hinter dem man zu 100% stehen kann.

Mit Textzeilen wie „Sie sagen du tanzt wie ein Einhorn“ oder ein an den DJ gerichtetes „Mann deine Fähigkeiten sind so low wie Moneyboy“ wird das Projekt nicht nur durch die Namensgebung für Furore sorgen und auch in unseren Nachbarländern die Radiostationen zum Airplay bewegen.

Filou:

Feste Farben, das neue Album von Filou, steigt ein, dass es direkter nicht geht. Da gibt es kein Vorspiel

Fuchsfänger spielt am Anwesen eines durchgeknallten amerikanischen Milliardärs, frei nach dem oscarnominierten Hollywood-Drama „Foxcatcher".

Wie die Welt rollt einen warm knisternden Klang-Teppich aus und lässt in heiterem Ernst einen Sommer Revue passieren. Jetzt sitzen wir am Balkon, verkatert und gemeinsam allein. Das mit uns, es ist irgendwie schwierig und irgendwie schön. Sitzen wir halt noch ein bisschen und sagen nichts und schauen Wien beim Aufwachen zu. Und wenn sich das Flügelhorn zu seinem Solo aufschwingt, sich
immer höher und höher schraubt, haben wir einen Moment, den uns keiner mehr nehmen kann.

Neujahr peitscht mit Synthie im Rücken durchs Morgengrauen der Innenstadt, wenn die Party vorbei ist und die Glasscherben aufgekehrt werden.

Jam Lazy erzählt die letzten Lebenswochen des großen schreibenden Trinkers und Stierkampf-Aficionados Hemingway. Er ist bei Frau Nr. 4 angelangt, geht aber weiter auf die Pirsch. Er überlebt zwei Flugzeugabstürze, wird paranoid, bekommt Elektroschocks, trinkt sich langsam hinüber. Da ist immer noch Feuer.

Der Rausschmeißer Vögel schließt den Kreis. Gemächlich rumpelnder Drum-Loop, blaue Flächen aus Gitarre und Rhodes. Dazu eine Stimme, ganz nah, ganz bei sich angekommen. Am Fensterbrett vielleicht, mit Blick auf eine Stadt, die eine Welt ist, die einem alles abverlangt und alles schenkt.


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