Theater

Einer flog über das Kuckucksnest


Im Zentrum von Ken Keseys Roman "Einer flog über das Kuckucksnest" steht der denaturierte Mensch.

Unsere Gesellschaft, oder - wie es in der deutschen Übersetzung heißt - Genossenschaft hat den Mensch in ein
mechanistisches Wesen verwandelt. Sein vordergründiges Ziel muss es sein zu funktionieren. Er soll für diese
undurchdringliche und unüberschaubare Moloch-Maschine Gesellschaft alles das tun, was von ihm verlangt wird:
reibungslos, anstandslos, ohne jeglichen Rest an Eigenwille.

Der Mensch wird durch Verdrahtungen, Verkabelungen und Vernetzungen immer mehr in das Innere dieser
kafkaesken Maschine gezogen und wer nicht funktioniert, wird in speziellen Reparaturanstalten, Heilanstalten,
wieder justiert, auf Schiene gebracht und für das Große & Ganze gleichgeschaltet. Oder einfach weggesperrt.

Wie bei Jean-Jacques Rousseau ist die Gesellschaft verantwortlich für die Zerstörung des edlen Wilden. Sie muss
ihn in ihr gefühlloses Regelwerk hineinpressen, das paradoxerweise ohne ihn nicht existieren würde.
Nur so ist ihr Fortbestand möglich. Ein Mensch, der dieser Maschine zu entkommen versucht, ist in erster Linie gefährlich.

Ken Kesey erzählt von einem dieser gefährlichen Menschen, der nicht richtig funktioniert...

Darstellerinnen und Darsteller:
Karin Seifert, Jessica Kehldorfer, Geraldine Salinas, Ilyana Barborkova, Juan Maxa, Swifti Vampel, Robert Haas, Willy Arndt, Nina Rienessel, Emanuel Hechenblaikner
Schauspielerin:
Sabine Friesz
Schauspieler:
Christian Ruck
Choreografie:
Gabriella Fassold


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