Theater

Eine unverheiratete Frau oder Wie weit kommt man letztlich mit der Liebe?


Ed. Hauswirths Inszenierung wird ein Theaterabend, der unmittelbar von Jean-Luc Godards Spielfilm Eine verheiratete Frau ausgeht. Der Film zeichnet das Bild einer Frau in den 60er-Jahren, in einer überwiegend männlich dominierten Welt.

Sie ist verheiratet, vom Geld des Mannes abhängig, ihre Freiheiten sind begrenzt. Ganz anders als heute, wo jede Freiheit möglich scheint, Ehe und Patchwork-Konstruktionen offensichtlich individuell gestaltet werden.

Dennoch bleibt vielen Frauen oft nur die zweifelhafte Freiheit, den Druck der Familien- und Arbeitswelt allein zu tragen. Für eine alleinerziehende Schauspielerin beispielsweise ist der Alltag kaum zu bewältigen. Bleibt die Kunst also nur den flexiblen Frauen ohne Kinder vorbehalten? Wie ist es in anderen Berufen? Vor der Folie einer unverheirateten Frau werden die sozialen und ökonomischen Grundvereinbarungen zwischen Frauen und Männern untersucht. Der Abend schaut auf das Leben und auf das, was es ausmacht: Geld, Zeit und soziale Rollenbilder. Was bleibt zwischen Schauspielerin, Mutter, Partnerin, Geliebten? Falls überhaupt etwas bleibt.

Ein Solo mit Birgit Stöger
Regie Ed. Hauswirth


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