Klassik

Eine (letzte) Art Chansons


Friedrich Cerha, Komposition
Agnes Heginger, Chansonnière
Studio Dan
Mathilde Hoursiangou, Klavier / Andreas Moser, Perkussion / Michael Seifried, Kontrabass

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Linzer Gespräche zur Kunst spricht der international renommierte Komponist Friedrich Cerha am 10.12.2015 um 19:00 Uhr im Kleinen Saal der Bruckneruniversität unter dem Titel „Die Großkunst hinter sich lassen…“ mit Rektorin Ursula Brandstätter über seine beiden Zyklen „Eine Art Chansons“ und „Eine letzte Art Chansons“. „In den frühen Fünfzigerjahren stand ich – wie früher schon ausgeführt – mit einigen meiner Komponistenfreunden avantgardistisch gesinnten jungen Malern nahe, die sich im Art-Club gesammelt hatten; ihr Vereinslokal, der „Strohkoffer“, wurde aber auch von jungen Dichtern (H. C. Artmann, Gerhard Rühm, Konrad Bayer etc.) frequentiert, die später mit anderen (etwa Ernst Jandl) unter dem Begriff „Wiener Gruppe“ subsummiert wurden“, beschreibt Friedrich Cerha seine damaligen Eindrücke, die dazu führten die beiden Zyklen zu schreiben.

Agnes Heginger wurde nach einer fulminanten Aufführung einiger „Chansons“ vom Komponisten persönlich dazu ermutigt, die ganze Sammlung aufzunehmen und als CD zu veröffentlichen. Sie arbeitete in unzähligen Projekten mit so unterschiedlichen Partnern wie Roland Neuwirth, Willi Resetarits, Georg Breinschmid, Plasmic Quartett, Bobby Previte, David Friedman, Harry Pepl, Karlheinz Essl, Thomas Gansch, oder dem Jazzwerkstatt Wien New Ensemble.

Studio Dan wurde 2005 von Daniel Riegler im Rahmen des ersten Festivals der JazzWerkstatt Wien gegründet. Das Ensemble besteht aus 25 Mitgliedern, die, abhängig vom Projekt, in verschieden großen Formationen auftreten. Die Gruppe bewegt sich musikalisch an den Grenzlinien unterschiedlichster Spielformen der zeitgenössischen Musik: zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz und Rock, um nur einige Schlagworte zu nennen. Studio Dan arbeitete u.a. bereits mit Elliott Sharp und Vinko Globokar. Die Debüt-CD „Creatures & other stuff” wurde mit dem prominenten „Preis der deutschen Schallplattenkritik” ausgezeichnet.


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