Theater

Ein Sommernachtstraum


Shakespeare jongliert im SOMMERNACHTSTRAUM mit drei Welten: der verantwortungslosen Geisterwelt, wo Traum und Illusion die Wirklichkeit bilden, der höfischen Welt, die ihre Wirklichkeit aus der Illusion schöpft und der Welt der Handwerker, die aus der Illusion eine groteske Wirklichkeit machen.

Vier von Liebeskummer geplagte junge Menschen flüchten aus dem Korsett des Athener Hoflebens in die Freiheit der Wälder, wo alle Gesetze der Vernunft außer Kraft gesetzt sind. Dort geraten sie in ein tolles Karussell der Liebe. Die ganze Nacht werden die Liebenden von Oberon, dem Herrscher des Elfenvolkes, und dessen Frau Titania an der Nase herumgeführt. Wunsch und Erinnerung, eine vom Zwang befreite Gegenwart und die Vergangenheit fließen im Zwielicht zwischen Tag und Traum ineinander. Am Ende erbarmt sich Oberon der Liebenden, er löst alle Verwicklungen und Zaubereien auf, die Paare finden sich und doch ist nach dieser Zaubernacht alles anders als zuvor.

Dieses Happy End ist keine Hollywood-Plattitüde, vielmehr stellt es im emphatischen Sinne des Wortes einen Augenblick her, der eine – mit leisen Fragezeichen versehene – Perspektive auf Neues, auf Transformation eröffnet. Die Liebe, der Eros, das Sich-Verfehlen und endliche Sich–Finden der Paare ist das große Thema der Komödie, und das in vielfachem Sinn. Liebesleidenschaft sprengt bisweilen alle Grenzen und Konventionen und so erkundet Shakespeare in der Komödie das Reich der Freiheit: Sie ist Traum, ein Traumprodukt der Kreativität, Einladung in eine Welt des Möglichen. Und wie in der Liebe Zufall und Freiheit sich begegnen, so wird im Wachtraum des Spieles die Wirklichkeit zu einem Feld, in dem das Mögliche mit der Potenzialität der Phantasie zusammentrifft.

Regie & Bühne: Alexander Kubelka

Kostüme: Andrea Hölzl

Dramaturgie: Dorothée Bauerle-Willert

Lichtgestaltung: Jürgen Nase

Musik/Sounddesign: Boris Fiala und Viz Michael Kremietz

Ausstattungsassistenz: Anne Schaper-Jesussek

Regieassistenz & Inspizienz: Nina Stix

Theseus, Oberon: Martin Brachvogel

Hippolyta, Titania: Laura Mitzkus

Egeus, Schnock: Wolfgang Pevestorf

Lysander: Nico Ehrenteit

Demetrius: Sébastien Jacobi

Hermia: Alexandra Maria Nutz

Helena: Steffi Staltmeier

Philostrat, Puck: Michael Stange

Squenz: Emanuel Fellmer

Zettel: Stephan Bieker

Schnauz, Erster Elf: Adelheid Bräu

Flaut: Sascha Werginz

Schlucker: Willi Kiesenhofer

Jugendclub 10+ Elfen:

Franziska Salzmann, Salome Längle, Julia Bargehr, Anna Tripp

Live Musik: Viz Michael Kremietz


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