Theater

Ein Monat auf dem Lande


Eine amüsante Sommerkomödie bei den Festspielen Reichenau 2019.

Der Sommer ist am schönsten auf dem Lande - so war es auch im zaristischen Russland – insbesondere für jene, die ein Landgut besaßen, wie die reiche Familie Islajew. Hier arbeitet aber nur der Gutsherr selbst mit seinen Bauern, der Rest der Familie vertreibt sich die Zeit mit Kartenspiel, amourösen Anspielungen und kleinen Intrigen.

Das Eintreffen des Studenten Beljajew, der den zehnjährigen Sohn des Hausherrn unterrichten soll, bringt auf einmal aufregendes Leben und zarte Liebesgefühle in die weibliche Gesellschaft. Obwohl er nur „ein ungehobelter, junger Mann von gesunder Denkart“ ist, kann er sogar Islajews Ehefrau bezaubern, sodass ihre Empfindungen in Konkurrenz mit denen der jungen Mädchen im Haus geraten. Was bleibt da noch an Aufmerksamkeit für Nataljas eleganten, klugen Hausfreund Rakitin, der sie seit Jahren anbetet?

Die feinen, humorvollen Elemente des Stücks zeigen sich, wenn Natalja geschickt ihre Nebenbuhlerinnen aussticht, wenn sie die Pflegetochter an den reichen, dummen Nachbarn verkuppelt, den Arzt seine intriganten Fäden spinnen lässt und den ahnungslosen Ehemann wie auch den schöngeistigen Rakitin, auf Distanz hält.


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