Theater

Ein Jedermann


Großes Sommertheater im Lungau - Das weltberühmte Spiel vom Sterben des reichen Mannes, neu adaptiert, aktueller denn je.

Theater MOKRIT spielt heuer wieder großes Volkstheater- unter der Regie von Gerard Es kommt heuer in der Alten Papierfabrik in Ramingstein (jetzige Fa. Isospan) der Theaterklassiker Ein Jedermann zur Aufführung.
Bereits 2000 wurde in diesem alten Industriebau das überaus erfolgreiche Stück Die Fabrik von Mark Ubl / Regie Gerard Es / Musik Querschläger gezeigt, im Jahr 2012 wurde hier der Kriminalfall Tannöd von Andrea Maria Schenkel / Regie Gerda Gratzer / Musik Susanne Wieland-Perner aufgeführt.

Jedermann/frau kennt Hofmannsthals Jedermann, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes, seit 1920 jeden Sommer aufgeführt am Domplatz zu Salzburg, immer mit einem berühmten Schauspieler in der Titelrolle.

Hugo von Hofmannsthal fand das Thema in der englischen Bearbeitung der anonym überlieferten Moralität The Somonynge of Everyman (gedruckt 1529); Einzelheiten entnahm er der Hans Sachs-Komödie Hecastus (1549).

Am 1.12.1911 fand die Uraufführung des Mysterienspieles über die “Hinfälligkeit der irdischen Besitztümer und der Heilsnotwendigkeit der Buße” unter der Regie von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann statt.

Felix Mitterer hat nun dieses alte Mysterienspiel ins späte 20. Jahrhundert fortgedacht und -geschrieben, wie Max Reinhardt im amerikanischen Exil es schon mehrmals vorhatte und doch nie verwirklichte.

Mitterers Jedermann ist aber nun kein Playboy und Müßiggänger, sondern der hart arbeitende Generaldirektor eines Stahl- und Waffenkonzerns, der nicht nur über das Wohl und Wehe seiner vieltausendköpfigen Firmenbelegschaft bestimmt, sondern mittels seiner wirtschaftlichen Macht auch Einfluss auf die Politik gewinnt. Mit seinen Waffen verkauft er den Tod in alle Welt.

Am letzten Tag seines Lebens schickt Gott dem Jedermann harte Prüfungen, an denen er sich bewähren mag, wenn er seine Seele retten will. Die Frau tötet sich, die Geliebte will ihn verlassen, 100.000 Arbeiter blockieren demonstrierend die Stadt, die Kurse des Konzerns stürzen ins Bodenlose. Da kommt der Teufel ins Spiel. Als “Trouble-Shooter” tritt er auf, als Wallstreet-Yuppie, und er “hilft” dem Jedermann, puscht ihn und die Firma nocheinmal hoch.
Alle treten sie auf, alle Figuren des alten Spiels, aber wir erkennen sie zuerst gar nicht. “Gott Vater” kommt als Geschäftsmann, “Gott Sohn” als junger Rebell, der “Tod” als Sängerin, “Buhlschaft” als Chefsekretärin, “Dicker Vetter” als Kardinal, “Dünner Vetter” als Chefarzt, “Mammon” als Bankier, “Werke” als korrumpierbarer Gewerkschaftspräsident, und schließlich der Bundeskanzler als “Guter Gesell”. Am Ende des Tages ist die Firma gerettet und Jedermann tot. Ein Herzinfarkt, was sonst… Gott Vater hält Gericht. Und diesmal kommt Jedermann nicht so billig davon, diesmal geht das Kamel nicht durch‘s Nadelöhr…

Regie: Gerad Es

Bühnen & Kostüme: Elisabeth Strauß

Licht: Manfred Eckinger / Stefan Santner

Musik: Maria Hauser

Bilder: Rudolf Strauß

Gesamtkonzeption: Robert Wimmer

Darsteller: Gerda Strauß, Philipp Schlick, Julia Lintschinger, Marcella Wieland, Maria Hauser, Klaus Steinschnack, Ricki Moser, Alex Buschmann, Ehrnie Wimmer, Elvira Gonschorowski-Zehetner, Rudolf Mörth, Alexander Feuchter, Thomas Kleinberger, Renate Winkler, Hans Bogensberger, Barbara Esterbauer, Konstantin Gonschorowski, Johannes Wind, Georg Santner.

Eintritt € 15.- / ermäßigt € 12.-/ AK + 3.-

  • +43-6474-27029-0

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