Theater

Ein Grund zur Sorge


Satire von Nadja Bucher und Benedict Thill

Inszenierung: Johannes C. Hoflehner
Dramaturgie: Marianne Vejtisek
Regieassistenz: Michaela Konrad
Kostüme: Maria Bittner
Videoanimationen: Klaudia Wanner
Maske: Andrea Zeilinger
Technische Leitung: Thomas Nichtenberger
Technische Assistenz: Reinhard Kralik

Mit Roswitha Meyer, Kerstin Raunig, Klaus Haberl, Robert Ritter, Thomas Wenk und Stefan Wilde
Waren Sie heute in der falschen Kassaschlange im Supermarkt angestellt? Ist Ihnen der Bus vor der Nase davongefahren? Regen Sie solche Probleme auf? Fühlen Sie sich oft unzufrieden, ohne zu wissen warum?

Das Institut „Ein Grund zur Sorge“ hat sich auf solche Probleme spezialisiert und bietet eine besondere Dienstleistung an: Es liefert Menschen mit einem unbestimmten Unzufriedenheitsgefühl einen herzhaften Grund zur wirklichen Sorge. Dessen charismatischer Leiter Charles Braunmüller ist rätselhafter Manipulator, Verführer und Verwandlungskünstler zugleich. Er scheint alle verdrängten Wünsche zu kennen und nimmt seine Arbeit im Stillen auf. Die Figuren haben ihren Besuch im Institut bereits vergessen, als sie das Räderwerk der Institutsarbeit überraschend zusammenführt – und es zum Showdown kommt.

2013 wurde ein neues Projekt des Theater Forum Schwechat ins Leben gerufen: Das „Satirestudio“ versteht sich als Ort und Möglichkeit sich mit innovativen, zeitgenössischen Formen der Satire für das Theater auseinanderzusetzen. Dieses Jahr wurden die Poetry-Slammerin und Schriftstellerin Nadja Bucher und der Dramatiker Benedict Thill eingeladen, sich beim Ausarbeiten eines neuen Stückes vom Theater und seinen Ressourcen begleiten zu lassen.

Das Ergebnis dieses einjährigen Schreib- und Arbeitsprozesses ist das groteske Porträt einer satten Gesellschaft, in der es vielen eigentlich gut geht und dennoch ständig geraunzt wird. Ein Gedankenexperiment, das den Blick auf die Relationen unserer Wünsche gelenkt – und auf die Frage, was Glück wirklich heißt.

Das Bühnenbild, das vollständig aus Projektionen besteht, lässt in eine comicartige Welt eintauchen und bietet ein besonderes visuelles Erlebnis.
Komödie trifft Gegenwartskritik. Comic trifft Gesellschaftssatire.


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