Theater

Ein Bericht für eine Akademie


Eine Produktion der Tiroler Volksschauspiele - Telfs, anlässlich des 70. Geburtstags von Felix Mitterer.

Felix Mitterer, geboren am 6. Februar 1948 in Achenkirch/Tirol, ist einer der erfolgreichsten österreichischen Dramatiker.
Er ist als Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor für Film und Fernsehen sowie als Schauspieler tätig, sein Werk umfasst über 40 Theaterstücke ("Kein Platz für Idioten", "Stigma", "Sibirien", "In der Löwengrube", "Die Weberischen") , mehr als 30 Drehbücher für Film und Fernsehen (12 Tatort-Folgen, "Verkaufte Heimat", "Die Piefke-Saga", "Andreas Hofer – Die Freiheit lebt") und mehrere Kinderbücher.
Am Theater in der Josefstadt feierte er zuletzt große Erfolge mit "Jägerstätter" und "Der Boxer". Zahlreiche Auszeichnungen u.a. Peter-Rosegger-Literaturpreis, Ernst-Toller-Preis, Ehrenzeichen des Landes Tirol, Romy-TV-Preis, Ödön-von-Horvath-Preis und ORF-Hörspielpreis für "Ein Bericht für eine Akademie".

Wir freuen uns, dass wir mit Felix Mitterer seinen 70. Geburtstag auf der Bühne der Josefstadt feiern können.

Zettel:
Lasst mich den Löwen auch spielen. Ich will brüllen, dass es einem Menschen im Leibe wohl tun soll, mich zu hören. Ich will brüllen, dass der Herzog sagen soll: "Noch mal brüllen! Noch mal brüllen!"
(Shakespeare, "Ein Sommernachtstraum")

Und ich sage:
Lasst mich den Affen spielen, und nur den Affen. Ob es einem Menschen im Leibe wohl tut oder nicht. Ob der Herzog davon angetan ist oder nicht.

Viele Schauspieler rezitierten von 1917 bis heute diesen ungeheuerlichen Text über Schmerz und Wut einer totalen Anpassung.
1963 wurde damit der deutsche Schauspieler Klaus Kammer schlagartig berühmt. In den 70-er Jahren sah ich diese Aufführung im Fernsehen und konnte sie nie mehr vergessen. Und wollte den Affen unbedingt eines Tages selbst auf der Bühne verkörpern. Damals spielte ich aber dann als erste Rolle meinen eigenen Affen, den angeblich geistig behinderten Buben in "Kein Platz für Idioten". Und schob Kafkas Affen Jahrzehnte vor mir her. Bevor es zu spät war, machte ich ihn. Meine letzte Rolle. Und nun an der Josefstadt die letzte Vorstellung.
Felix Mitterer


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