Vortrag

Ein Abend voller Magie und Erinnerung - zum 200. Geburtstag von Compars Herrmann


Als Compars Grosspopt am 23. Januar 1816 in der Nähe von Hannover geboren und als junger Mann in Paris aufgewachsen, fand er dank seines Vaters, der ihn als Assistent anlernte, bald den Weg zur Magie. Seine Vorliebe lag bei der Handfertigkeit und der Magie ohne Apparate. Eines seiner Lieblingskunststücke war die Bumerang-Karte. Mit dem Wiener Karten- und SalonzauberkünstlerJohann Nepomuk Hofzinser verband ihn eine enge Freundschaft und er übernahm viele seiner Effekte in sein eigenes Programm. Sein Vermögen erwarb er nicht von ungefähr - zu seinen Schülern zählte laut Berichten u.a. Baron von Rothschild, der ihn wiederum in allen Vermögensangelegenheiten unterstützte.

Herrmann bereiste Europa, Amerika und Südamerika, wo er große Triumphe feierte. 1870 wollte er sich reich und wohl versorgt in Wien zur Ruhe setzen. Er nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an, wurde von den Herrschern Europas mit den größten Orden ausgezeichnet und unterstützte die Armen großzügig. Der Börsenkrach 1873 ließ seine Ersparnisse ins Nichts zerfließen, sodass er mit 57 Jahren seine Tätigkeit als Zauberkünstler wieder aufnehmen musste. Dreizehn Jahre später kehrte er erneut als gemachter Mann nach Wien zurück. Am 8. Juni 1887 starb er im Alter von 71 Jahren an einer Lungenentzündung und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Wien begraben.

Magic Christian spricht über das Leben eines der größten Zauberkünstler des 19. Jahrhunderts.

Um Anmeldung wird gebeten: Tel.: +43 1 535 04 31-110 oder E-Mail: [email protected]

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Wege ins Vergnügen. Unterhaltung zwischen Prater und Stadt“, die noch bis 18. September 2016 im Jüdischen Museum Wien zu sehen ist.


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