Theater

Eichmann


Auf 75 starke Minuten verdichtete 3650 Seiten Verhörprotokoll über das perfekte Rädchen in Hitlers Vernichtungsmaschine vermitteln Sachlichkeit, Stille und mehr Kummer als Zorn.

Nach seiner Gefangennahme in Argentinien begann am 29. Mai 1960 das Verhör des ehemaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann durch den israelischen Polizeihauptmann Avner Werner Less. Sie haben 275 Stunden lang miteinander gesprochen. Die Verhöre wurden auf Tonband aufgenommen und anschließend abgeschrieben. Es gibt 3564 Seiten Protokoll. Eichmann berichtet von seinem Leben in Linz und Umgebung, seiner Wiener, Prager und Berliner Zeit.

Das Stück zeigt wie und was Adolf Eichmann aussagt. Der Zuschauer nimmt die Position des Gegenübers ein. Begleitet wird Eichmanns Aussage von einer Gruppe Menschen, die chorisch das historische Gegengewicht verkörpern: Das Textmaterial besteht aus nüchternen Fakten bis hin zu emotional tief berührenden Passagen aus Berichten und Zeugenaussagen. Der Chor PregarTon begleitet, unter- oder widerlegt das von Eichmann Gesagte, beschreibt, erzählt, berichtet, kommentiert, macht spielerische, bildhafte und sprachliche Aktionen anschaulich.

Regie: Georg Mittendrein, Dramaturgie: Franz Huber

Eichmann: Franz Froschauer + Chor

http://franzfroschauer.com/schauspieler/theater/vita/vita.htm


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