Oper · Theater

Egmont



Oper in drei Akten (2020)
Musik von Christian Jost
Libretto von Christoph Klimke
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Uraufführung
Ein Auftragswerk des Theater an der Wien.

Die spanischen Niederlande werden von Aufständen gegen die Herrschaft Philipps II. erschüttert. Die Menschen haben sich teilweise dem neuen protestantischen Glauben angeschlossen, sie fordern Religionsfreiheit und größere Selbständigkeit für ihr Land. Spaniens Statthalterin, Philipps Halbschwester Margarete von Parma, versucht immer wieder Kompromisse zu finden und das Land zu beruhigen. In ihr hoffen die niederländischen Adligen eine Verbündete für eine diplomatische Lösung zu haben. Vor allem Prinz Egmont von Gaure ist einer derjenigen, der mit ihrer Hilfe einen für die Niederlande und Spanien befriedigenden, gerechten Frieden aushandeln will. Er hofft, mit seiner Geliebten Clara dann endlich ein gemeinsames Leben beginnen zu können. Da Margarete von Egmont sehr angetan ist, erscheint es ihm durchaus möglich, die Politik beeinflussen zu können. Philipp II. wünscht aber den harten Kurs beizubehalten, mehr Eigenständigkeit der Niederlande und gar Religionsfreiheit kommen für ihn auf keinen Fall in Frage.Er selbst zeigt sich jedoch nicht in den krisengeschüttelten Provinzen, sondern sendet den als gnadenlos bekannten Herzog von Alba zu seiner Schwester, er soll das Taktieren beenden und mit Waffengewalt Ruhe schaffen. Egmont mag nicht glauben, dass Philipp so unnachgiebig ist, er sieht die Quelle aller Brutalität nur in Alba, der König ließe gewiss mit sich reden, stünde man ihm persönlich gegenüber. Clara ist weniger idealistisch, sie rät dem Geliebten zur Flucht, was Egmont ablehnt. Er spürt keine Gefahr für sich, schließlich ist er Margaretes Schützling. Aber schnell wird klar, wie vergeblich dies ist: Alba lässt Margarete heimlich ermorden. Nun steht seiner Unbarmherzigkeit niemand mehr entgegen, und er nimmt den unvorsichtigen Egmont fest. In dieser Situation können der Gefangene und Clara nur noch auf Hilfe durch Albas Sohn Ferdinand hoffen, weil dieser sich von Egmonts Freiheitsideen fasziniert zeigt. Der junge Mann muss sich nun entscheiden, ob er der Freiheit den Weg bahnen oder rücksichtslos die eigene Karriere durchsetzen will – wird er den Kreislauf von Unterdrückung und Ausbeutung um des Machterhalts willen unterbrechen oder ihn nur weiter antreiben?

Das Theater an der Wien vergibt seit seiner Umwidmung zum Opernhaus im Jahr 2006 regelmäßig Kompositionsaufträge für, zeitgenössische Opern. Das Beethoven-Jahr 2020 ist nun erneut Anlass für einen solchen Auftrag. Der Bezug dieser neuen Oper zu Beethoven ergibt sich aus der Wahl des Sujets: Es geht um Prinz Egmont von Gaure als Verfechter von Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.

KOMPONIST Christian Jost
LIBRETTO Christoph Klimke
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Boder
INSZENIERUNG Keith Warner
AUSSTATTUNG Ashley Martin-Davis
LICHT Wolfgang Göbbel
CHOREOGRAFIE Ran Arthur Braun
EGMONT, PRINZ VON GAURE Edgaras Montvidas
CLARA Maria Bengtsson
MARGARETE VON PARMA Angelika Kirchschlager
MACCHIAVELLI, IHR SEKRETÄR Károly Szemerédy
HERZOG ALBA Bo Skovhus
FERDINAND, ALBAS SOHN Theresa Kronthaler
ORCHESTER ORF Radio-Symphonieorchester Wien
CHOR Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)


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