Theater

Edward II. Die Liebe bin ich


Das Historiendrama des Shakespeare- Zeitgenossen Marlowe, der 29-jährig unter ungeklärten Umständen gewaltsam zu Tode kam, stellt die Frage nach dem Verhältnis von individueller Freiheit und Staatsraison.

Der ausschweifende, öffentlich zur Schau gestellte Lebenswandel von Edward II., König der Engländer, führt in Christopher Marlowes Drama zu einem blutigen Kampf um politische Einflussnahme, Ordnung und Souveranität. Nach und nach ruft Edwards sexuelle Begehrlichkeit all jene auf den Plan, die die Schalthebel der Macht bewegen oder bewegen wollen – Adel, Kirche, Königsgattin, Günstling oder Königsmörder.

In Edward II. Die Liebe bin ich trifft die für das elisabethanische Theater bahnbrechende Bühnensprache Christopher Marlowes auf den musikalischen, radikal geformten Sprachkosmos des österreichischen Dramatikers Ewald Palmetshofer. Diese Neudichtung inszeniert die Österreicherin Nora Schlocker als Studie vom Niedergang eines blindwütig Liebenden. Sie ist damit nach zahlreichen Regiearbeiten an den bedeutendsten Bühnen Deutschlands erstmals gemeinsam mit Ewald Palmetshofer für die Wiener Festwochen tätig.

Künstlerische Leitung und Besetzung
Inszenierung Nora Schlocker
Bühne Marie Roth
Kostüme Sanna Dembowski
Dramaturgie Constanze Kargl

Mit Florian von Manteuffel, Thomas Reisinger, Myriam Schröder, Thiemo Strutzenberger, Simon Zagermann u. a.


Vergangene Termine