Literatur · Theater

Echte Echsen


Die Echsen … oft auch EX-en genannt … eine ganz eigene Spezies, immer mit Vorsicht zu genießen, denn sie können schnappen, beißen oder giften … 
Manche sammeln sie dennoch, Jahr für Jahr … – ja. Schuppenkriechtiere, Seeschlangen und Doppelschleichen fügen sich in einen Reigen mit Stummelschwanzchamäleons. Vielleicht wird sogar von Gila-Krustenechsen mit ihrem tödlichen Biss die Rede sein … – wer weiß schon im Vorhinein zu sagen, wie sich derjenige Mensch, der einem einst vertraut war, im Hernach entpuppt, in jenem oft mit auffallender Hingabe jahrelang genährtem Streit, dem kein Versöhnungssex mehr folgt – oder doch?

Echsen sind jedoch auch ein durchaus (gesellschafts-)politisches Phänomen, fokussiert man Vipern und Stirnlappenbasilisken; oder Kragenechsen, die nur drei Varianten der Verteidigung kennen: Todstellen; Maskerade mittels leuchtendem Kragen und aufgerissenem Maul – und sollte beides nichts helfen, ist sie schnell mal weg, verborgen im nächsten Baum, eine Staubwolke hinterlassend … 

Kaltblütler sind sie allemal, die einen wie die anderen.  

Vier Autor/innen treffen einander in einer Ode an Exen-Echsen, an unerwünschte Nach- und Auswirkungen. Sie durchforsten Unebenheiten und Abgründe mit Witz und Spitz, um eine tolldreiste Textur zu mischen, einen Farbteppich der Irrungen, der wirren Bezüge. 
Nachrufe, -halle und -bauten ausdrücklich erwünscht: Zum Nachahmen bedingt und/oder dringend empfohlen.
(Gefördert von der GAV)


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