Film · Diverse Musik

Echoes from Armenia


Drei Tage Musik, Kunst, Film, Literatur und Kulinarik aus Armenien.

23.April 20:30h Time Report Band
24.April 20:30h Prayer Wheel
25.April 20:30h Karen Asatrian & Band feat. Rita Movsesian & Herbert Maurer

An drei Tagen steht die zeitgenössische armenische Kultur im Mittelpunkt des Geschehens im Porgy&Bess: Musiker, Künstler, Filmemacher, Schriftsteller und Köche bereiten Hör-, Schau- Lese- und Kostproben aus dem historisch hart geprüften Land im Kaukasus. Das erste Volk, das im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion erhob und einst große Teile Transkaukasiens, Ostanatoliens, des Irak und des Iran bewohnte, zählt innerhalb der heutigen Staatsgrenzen nur noch drei Millionen Einwohner. Demgegenüber stehen mehr als sieben Millionen ArmenierInnen, die es nach dem Völkermord und der Vertreibung durch die Osmanische Türkei in den Jahren 1915/16 in viele Teile der Welt verschlagen hat. Dem Gedenken an den Genozid am armenischen Volk, der am 24. April 1915 in Konstantinopel (heute: Istanbul) seinen Anfang nahm und sich heuer zum 100. Mal jährt, ist ECHOES FROM ARMENIA gewidmet.

Der Reigen beginnt mit einem Auftritt der TIME REPORT BAND aus Eriwan, die am ersten Abend einen Einblick in das aktuelle Musikschaffen in Armeniens Hauptstadt gibt. Einen Höhepunkt bildet die eigens für das Gedenkjahr geschriebene Messe PRAYER WHEEL für Chor und Jazz-Quartett des in Österreich lebenden armenischen Pianisten und Komponisten KAREN ASATRIAN, die im Porgy&Bess ihre Wien-Premiere erlebt. Am dritten Abend nimmt RITA MOVSESIAN mit ihrer betörenden Stimme das Publikum auf eine imaginäre musikalische Reise durch Armenien. Ihre Reisebegleiter sind Karen Asatrian & Band sowie der österreichische Schriftsteller HERBERT MAURER, der aus Franz Werfels »Die 40 Tage des Musa Dagh« und aus seinem aktuellen Buch »Und Gott spricht Armenisch« liest.
Das musikalische Programm wird durch Vorführungen des Dokumentar-Spielfilms MAP OF SALVATION ergänzt. Regisseur Aram Shahbazyan zeichnet in seinem abendfüllenden Werk ein Portrait von fünf europäischen Zeitzeuginnen des Völkermordes an den Armeniern, die ihr Hab und Gut zurückgelassen und sich voll und ganz dem Schicksal der armenischen Bevölkerung gewidmet haben. Der Soundtrack zum Film stammt von Vig Zartman, der auf unverkennbare Weise volkstümliche armenische Melodik mit europäischer Symphonik in Einklang bringt. Eine Ausstellung zeitgenössischer armenischer Kunst bildet die visuelle Klammer des dreitägigen interdisziplinären Projekts ECHOES FROM ARMENIA.

Hajastan, wie die Armenier ihr Land in der Muttersprache nennen, freut sich auf Ihren Besuch! (Emil Krištof)


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