Pop / Rock

Ebony Bones


Als 2009 Ebony Bones Debüt Bone Of My Bones erschien konnte die versammelte Musikpresse rasch mit Referenzen dienen. Vergleiche mit MIA, Santigold bis hin zu Tina Turner wurden bemüht. Miss Bones gefiel das gar nicht: "Das ist doch purer Rassismus!", erregt sie sich. "Nur weil die Leute es nicht gewöhnt sind, dass Schwarze nicht nur R&B machen." Und mit R&B hat das ganze tatsächlich wenig zu tun. Die Band um Ebony Bones produziert einen verwegenen Mix aus Punkrock und Funk, satten Gitarren und piepsigen Synthies, eleganten Bläsern und donnernden Stammes-Rhythmen.

Ähnlich interessant wie ihre Musik ist die Biografie der 1982 in London geborenen Bones. Als Ebony Thomas hat sie bereits eine Entertainment-Karriere hinter sich: Acht Jahre lang war sie einer der Stars der Seifenoper "Family Affairs", in die sie als 16-jähriges Mädchen eingestiegen war. Als die Serie eingestellt wurde, hatte sie gerade gekündigt: "Die anderen Schauspieler haben alle geweint, ich habe mich gefreut." Lieber wollte sie Musik machen, das war deutlich weniger fremdbestimmt als die Schauspielerei. Von Anfang an schrieb sie ihre Songs, sang, tanzte, produzierte und inszenierte selbst.

Ihr zweites Album Behold, A Pale Horse schert sie sich kein Bisschen um Genregrenzen und kombiniert Post-Punk, Art-Pop und Soul zu Ihrem ganz eigenen Mix. Weil alles alleine machen aber auch nicht alles ist, mischt bei der ganzen Sache noch ein englischer Kinderchor und das Indische Sinfonieorchester mit.

Über Ebony Bones Live-Qualitäten brauchen wir nicht viele Worte verlieren, es wird laut, bunt und ganz sicher nicht langweilig.


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