World Music

Dudu Tassa & The Kuwaitis



Klingt wie ein Märchen aus 1001 Nacht, ist aber purer Iraq’n Roll.

Dudu Tassa ist der Enkel von Daoud Al-Kuwaiti, der mit seinem Bruder Saleh von den 20er bis in die 50er Jahre einige der (noch heute) berühmtesten arabischen Lieder schuf – noch im Exil in Israel, wohin die beiden jüdischen Irakis 1948 vertrieben wurden.

Vor gut zehn Jahren machte sich Dudu, inzwischen Gitarrenheld, Film- und Pop-Star, daran, Opas Musik zu modernisieren. Das gefiel auch Radiohead, die ihn und seine Kuwaitis mit auf Tour nahmen, oder den europäischen World Music Charts, die das neue Album „El Hajar“ monatelang in ihren Top Ten führten. Jetzt zum ersten Mal in Österreich.

Jede Band hat eine Geschichte – aber keine hat eine Geschichte wie Dudu Tassa und die Kuwaitis, die israelische Gruppe, die das Coachella Festival in Kalifornien an beiden Wochenenden im vergangenen Jahr eröffnet hat und die Radiohead bei ihrer letzten Tour durch die USA supported hat…
Dudu Tassa, einer der größten Rockstars Israels, ist der Enkel eines kuwaitischen Musikers namens Daoud Al-Kuwaiti, dessen musikalische Zusammenarbeit mit seinem Bruder in den 1930er bis 1950er Jahren in der arabischen Welt berühmt wurde – und im Irak von Saddam Hussein verboten wurde als er herausfand, dass der Sänger Jude war.

Als irakisch-jüdischer (und jemenitischer) Abkömmling enthüllt Tassas Erforschung seiner Wurzeln eine erstaunliche Musikgeschichte. Nachdem er das letzte Jahrzehnt damit verbracht hatte, in Israel mit seinen eigenen Projekten Karriere zu machen, stieß der Musiker eines Tages auf eine Kiste mit alten Platten von seinem Großvater, der einst – zusammen mit Dudus Großonkel – als die „Kuwaiti Brothers“ berühmt gewesen war. Sie gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den größten Komponisten und Musikern in Bagdad und gelten als Erneuerer und Schöpfer der modernen irakischen Musik, die auch bei der Gründung des Rundfunks in Bagdad mitgewirkt haben. Ihre Lieder zählten zur Lieblingsmusik des Königs in dieser Zeit und regelmäßig spielten sie in Palästen und Stadien. Bis heute sind ihre Songs in der arabischen Welt beliebt. In den 1950er Jahren wanderten sie nach Israel aus, wo sie ein sehr bescheidenes Dasein führten, tagsüber auf dem Markt arbeiteten und nur noch privat und bei der seltenen Gelegenheit einer Hochzeit auftraten.


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