Oper · Klassik

Dornröschen


Indem Humperdinck in seinem 1902 in Frankfurt am Main uraufgeführten Werk Gesang mit gesprochenen Dialogen und Melodramen verbindet, beschreitet er am Beginn der Moderne einen Weg, der Richard Wagner weiterdenkt und sich zugleich von Richard Strauss in eigenständiger Weise abhebt. Die konzertante Aufführung erlaubt es, diese besondere Facette deutschen Opernkomponierens in hochkarätiger Besetzung in der Oper Graz erleben zu dürfen.

Weil die Berliner Dichterin und Jugendbuchautorin Elisabeth Ebeling von Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ überaus bezaubert ist, verfasst sie ein Textbuch zu „Dornröschen“, das den aus der Grimm’schen Vorlage bekannten Handlungsverlauf mit dem Fluch der erzürnten Fee, dem verhängnisvollen Stich an der Spindel und dem hundertjährigen Schlaf hinter der Rosenhecke übernimmt.

Erweitert wird der Märchenstoff durch die Figur der bösen Fee Dämonia sowie durch den Prinzen Reinhold, der während Röschens Schlaf etlichen Verführungen widerstehen und zahlreiche Prüfungen absolvieren muss, bis er, nachdem er einen Reifeprozess durchlebt hat, endlich das Röschen durch seinen Kuss erwecken und zur Braut gewinnen kann.

Märchen in einem Vorspiel und drei Akten, Text von Elisabeth Ebelin und Bertha Filhés
Von Engelbert Humperdinck


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