Diverse Musik

Dora Juárez Kiczkovsky


Ihr aktuelles Programm heißt „Cantos para una Diáspora“. Sie, die da unter anderem „Hixa mia“ und „A la una yo nací“ singt, verfolgt dementsprechend die Spuren ihrer Familie, von deren Wurzeln im östlichen Europa und Spanien weiter nach Argentinien sowie Israel, wo Dora Juárez Kiczkovsky zur Welt kam, und schließlich Mexiko, wo sie aufgewachsen ist und nach wie vor lebt.

Die Lieder aus dem sephardischen Judentum sind an und für sich schon eine ungemein reizvolle Mischung aus verschiedensten, geographisch von einander deutlich getrennten Gegenden und Genres. In den Arrangements von Dora Juárez erklingen weitere Elemente aus noch weiter entfernten Gebieten - da ein sibirischer Obertongesang, dort ein afrikanisches Lamellophon.

Erstaunlicherweise wird hier der Inhalt des jeweiligen Textes gerade durch gleichsam unorthodoxe Instrumentierung punktgenau getroffen. Das kann dann aber auch ein virtuoses A capella-Arrangement sein, denn Dora Juárez Kiczkovsky verfügt neben einer Fülle an Instrumenten vor allem über eine einprägsame, ausdrucksvolle Stimme, die sie etwa auch im Vokal-Trio Muna Zul einsetzt. Sie ist Musikerin ebenso wie Filmemacherin: Ihre PartnerInnen bei CDs und Filmen waren bzw. sind Werner Herzog, Ernst Reijseger, Juan Pablo Villa oder John Zorn. Letzterer produziert Juarez´ CDs auf seinem äußerst profilierten Label „Tzadik“.

Wir alle seien die Vertriebenen einer einstigen, gemeinsamen Diaspora, Pilger durch die Zeit, notiert Dora Juárez Kiczkovsky, und dass all ihre Lieder, auch vor den „Cantos para una Diáspora“ im Kern Gesänge von einer Grenze seien, der Grenze, die ihre eigene Existenz definiere.

DORA JUÁREZ KICZKOVSKY | Gesang, Kazoo, Zimbeln, Kalimba
FERNANDO VIGUERAS | Gitarre
FRANCISCO BRINGAS | Drums, Percussions

TIPP: 26.7. 11:00, Klangraum Krems Minoritenkirche: Dora Juárez Kiczkovsky (Solo) zur Klanginstallation "Prairie" von Shawn Decker.
In Kooperation mit AIR.

www.dorajuarezkiczkovsky.com


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