Pop / Rock

Donny McCaslin Group


„Ich bin nun ein besserer Mensch und ein besserer Musiker.“ So fasste Don McCaslin das Ergebnis seiner Arbeit mit David Bowie am Abend der Grammy- Verleihungen 2017 zusammen. Posthum war Bowie die begehrte Auszeichnung für sein letztes Album „Blackstar“ verliehen worden. McCaslin hatte die Ehre, die Trophäe in Empfang zu nehmen.

Bowies Furchtlosigkeit, musikalische Grenzen und Genres zu überschreiten, habe ihn, McCaslin inspiriert, ein großes Risiko einzugehen: nichts anderem als der eigenen musikalischen Vision zu folgen. Hier einige Blitzlichter seiner Karriere aus der Zeit „vor Bowie“: 1987 spielte McCaslin bei Gary Burton (bisweilen Seite an Seite mit dem österreichischen Gitarristen Wolfgang Muthspiel), 1991 stieß er anstelle von Michael Brecker zu Mike Mainieris Steps Ahead. Arbeiten mit Uri Caine und Jon Medeski sowie im Gil Evans Orchestra und schließlich bei der Grand Dame des orchestralen Jazz, Maria Schneider, die ihn mit Bowie zusammenbrachte, zeugen von der Qualität des immens gefragten Musikers.

„Beyond Now“ ist nun bereits die Nummer 11 in der Diskografie des in Kalifornien geborenen Saxophonisten. Sein Spiel verfügt über große Dramatik, der jedoch stets ein gewisser weicher Grundton innezuwohnen scheint. Wäre McCaslin ein Sänger, so könnte man sagen: Er hat immer eine Träne in der Stimme. Und wenn er ab und zu einen Song von David Bowie interpretiert, wird McCaslin dann doch mit dem Saxophon zum Sänger.


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