Theater

Doch einen Schmetterling habe ich nicht gesehen


Hitler, Himmler, Göring, Mengele, ... Namen, die nicht mehr vergessen werden.
Sarah, Anna, Rosa, Wilhelm, Friedrich, ... wer?
45 Bilder des Erinnerns an die unbekannten und vergessenen Opfer der NS-Zeit.

Die Schlacht von Stalingrad kennt jeder. Kinder und Jugendliche im KZ und im Ghetto hingegen sind ein weithin unbekanntes und unbeleuchtetes Thema. Lilly Axster hat mit ihrem Werk diesen Menschen ein längst überfälliges Denkmal gesetzt. Es erzählt vom (Über-)Leben, vom Leiden und vom Sterben der Kinder und Jugendlichen in den Vernichtungsstätten der Nazis.

Ausschließlich Kinder und Jugendliche spielen das Geschehen auf der Bühne und lassen die Bilder so authentisch vor unseren Augen vorüberziehen. Wie in einem lebendigen Gruselkabinett.

In einer Kooperation zwischen dem theater asozial, dem ersten Ottensheimer Kinder- und Jugendtheater, der NMMS Traun und dem Kulturverein Spielbetrieb in Linz wurde dieses Stück unter der Leitung des Theaterpädagogen Wolfgang Rohm erarbeitet und von den beteiligten 19 Spielerinnen und Spielern auf die Bühne gebracht. Das Ergebnis ist eine kühle Darstellung, die ohne jegliche Melancholie das Leiden und Sterben von Kindern und Jugendlichen auf die Bühne bringt, ohne dabei darauf zu vergessen, dass dieser Wahnsinn bis heute andauert - in unterschiedlichen Gesichtern an verschiedenen Orten. Was uns gemeinsam ist: Wir wollen erinnern. Was wir wollen: Dennoch Hoffnung säen.

Es ist an der Zeit, endlich aufzustehen und "Nein" zu sagen.


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