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Diyalog - Kurdische Lieder, Tanz und Essen


Dieser Konzertabend findet im Rahmen einer Spendenaktion statt. Die Spendeneinnahmen kommen dem kurdischen Dokumentarfilmprojekt “Diyalog” zu Gute. “Diyalog” hat sich zum Ziel gesetzt, ein neues Bewusstsein für den fast 40jährigen Konflikt in den kurdischen Gebieten zu schaffen und einen friedlichen Dialog – daher der Name des Films – zu fördern.

Salah Ammo – Gesang, Bouzouk
Sakina Teyna – Gesang
Oscar Antoli – Klarinette
Stephan Steiner – Violine
Pouyan Kheradmand – Santur
Melissa MaHoney – Gesang, Gitarre
Scharmien Zandi – Kunstinstallation

Stell dir vor, es ist Krieg und deine Mutter geht hin…
Regie: Selim Yıldız, Dokumentarfilm 2018

Selim Yıldız ist ein junger kurdischer Filmemacher, der ein beeindruckendes Zeugnis über die kurdische Lebensrealität im Südosten der Türkei erschaffen hat. In dem Film begleitet er seine Mutter auf der Suche nach ihrem Sohn Enes, seinen Bruder, der sich 2008 einer Gruppierung der PKK angeschlossen hat. 2015 erfuhr die Familie, dass Enes in Rojava (Syrien) gegen den Islamischen Staat kämpft. Diese dokumentierte Reise auf der Suche nach dem verlorenen Sohn spiegelt ein Einzelschicksal wieder, das stellvertretend für den Konflikt, der so viele kurdische Familien zerrissen hat, steht.

Unter schwierigsten Umständen ist es Selim gelungen, die Dreharbeiten für den Dokumentarfilm im Sommer 2018 abzuschließen. Nun muss nur noch die Postproduktion (Farbabstimmung, Tonmischung, Schnitt und Untertitel) des Films professionell fertiggestellt werden, wofür die Spenden gesammelt werden.

Bemerken wollen wir, dass der Film ohne politische oder gesellschaftliche Schuldzuweisungen arbeitet. Es wird kein politischen Aktivismus betrieben und es soll auch keinen gesellschaftspolitischen Diskurs über die Frage der Schuld losgetreten werden. Der Film bildet eine Wirklichkeit ab, die für viele Familien in der Region Realität ist. Seit über 40 Jahren herrscht Krieg in den kurdischen Gebieten in der Türkei, Syrien und dem Irak. "Diyalog" Film will vielmehr ein neues Bewusstsein für den Konflikt schaffen und einen Dialog – daher der Name des Films – fördern.


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