Theater

Digitaler Probenbesuch im Landestheater NÖ: Kabale und Liebe


Das Landestheater Niederösterreich lädt zum digitalen Probenbesuch von "Kabale und Liebe" nach Friedrich Schiller, in einer Inszenierung Alexander Charim.

Bei Schiller ist die große Liebe von einem Tag auf den anderen keine Angelegenheit der Herzen mehr, sondern ein spannungsgeladenes Politikum.

Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Aber die beiden Liebenden trennt ihre soziale Herkunft. Ferdinand entstammt dem Adel, Luise kommt aus dem Bürgertum. Eine Verbindung über Standes­grenzen hinweg kommt weder für Luises Eltern noch für Ferdinands Vater, Präsident von Walter, infrage. Im Gegen­teil: Um seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern, will der Prä­sident seinen Sohn mit Lady Milford, der Mätresse des Her­zogs, verheiraten. Ferdinand lehnt sich jedoch gegen seinen Vater auf. Je mehr sich die gesellschaftlichen Instanzen gegen die Liebe der beiden stemmen, umso mehr fühlen sich Ferdinand und Luise verbunden. Schließlich werden die beiden Liebenden Opfer einer Intrige des Präsidenten und seines Sekretärs Wurm. Angesichts der Willkür des Es­tablishments und einer unversöhnlichen Elterngeneration setzen sie ein fatales Zeichen ...

Mit 23 Jahren verfasste Schiller sein bürgerliches Trauerspiel als jugendliche Kampfansage gegen die Vätergeneration und die herrschende Ständegesellschaft. Wie in allen Epochen, die von großen Veränderungen geprägt sind, schreibt auch heute wieder die junge Generation kompromisslos ihre Forderung nach einer besseren Welt auf ihre Fahnen.

Inszenierung Alexander Charim

Ferdinand Tobias Artner
Wurm Tim Breyvogel
Kalb, Kammerdiener des Fürsten Philip Leonhard Kelz
Lady Milford Bettina Kerl
Präsident Tilman Rose
Luise Emilia Rupperti
Miller Andreas Patton


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