Oper · Theater

Die Zauberflöte


In der Saison 2019 steht mit Mozarts „Die Zauberflöte“ eine der bekanntesten und beliebtesten Opern überhaupt auf dem Spielplan. Die einzigartige Felslandschaft des Steinbruchs St. Margarethen bietet nicht nur eine spektakuläre und zugleich märchenhafte Kulisse für Mozarts Parabel auf die Liebe und die Vernunft, im Bühnenentwurf von Raimund Bauer spielt die gewachsene Landschaft selbst eine Hauptrolle.

Der Prinz Tamino – soeben vor einem gefährlichen Ungeheuer errettet – wird von der Königin der Nacht entsandt, ihre Tochter Pamina zu retten, die von Sarastro entführt wurde. Ihm zur Seite gestellt wird der Vogelfänger Papageno. Tamino erhält eine Zauberflöte, Papageno ein magisches Glockenspiel, um wilde Tiere zu zähmen, Prüfungen zu bestehen und Rätsel zu lösen. Wer wird siegen – Nacht oder Tag? Gut oder Böse? Am Ende bleibt allein die Liebe die Siegerin. Prinz und Prinzessin finden zueinander, gehen miteinander durch Feuer und Wasser, und auch der Vogelfänger darf sein „geliebtes Täubchen“ in die Arme schließen.

1791 in Wien uraufgeführt, ist „Die Zauberflöte“ eines der letzten Werke des früh verstorbenen Genies aus Salzburg. Diese Oper verbindet auf unnachahmliche Art Leichtigkeit und Tiefgang, Verspieltheit und Würde, Kindliches und Reifes. Volkstheater wollte „Die Zauberflöte“ stets sein, im besten und wahrsten Sinn des Wortes. Echtes Volksgut sind mittlerweile viele musikalische Hauptthemen geworden: Papagenos Vogelfängerlied, Taminos verträumt-innige Betrachtung des „bezaubernd schönen Bildnisses“ oder Paminas melancholisches „Ach, ich fühl's“. Vor allem die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht reißen das Publikum damals wie heute zu Beifallsstürmen hin, und für manch eingefleischten Opernfan sind sie die frühesten Erinnerungen an die leidenschaftliche Begeisterung, die die Oper auszulösen vermag.

Ganz im Sinne eines Volkstheaters steht der Papageno im Zentrum jeder „Zauberflöten“-Aufführung: ein Genussmensch, der in jedem Moment den Wein der Weisheit und das Hier und Jetzt einer fernen Ewigkeit vorzieht. Mozarts Textdichter Emanuel Schikaneder hat ihn selbst in der Uraufführung verkörpert. Als publikumsnaher Schauspieler, als „Nicht-Sänger“, traf er genau den richtigen Tonfall und den Nerv seiner Zuschauer. Ganz in dieser Tradition stehend, wird bei der Oper im Steinbruch kein Opernsänger, sondern ein Schauspieler den Papageno verkörpern.


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