Oper · Theater

Die Zauberflöte


Die „Zauberflöte“ ist ohne Zweifel die meistgespielte Oper im deutschen Sprachraum. Es ist eine Ausnahme und gleichzeitig eine Auszeichnung des deutschen Sprachraums, dass ausgerechnet eine Märchenoper zum populärsten Werk wurde. Typisch deutsch ist aber, dass seit ihrer Premiere Gedanken wie pythagoreische Zahlensymbolik und Freimaurerei auf bisweilen skurrilste Weise in die Interpretation und Rezeption hinein verwebt wurden. Die naive Erzählweise der Oper beschwor die Frage herauf, die sich gleichzeitig zu dramaturgischen Komplexen auftürmte: Ob, warum und an welcher Stelle es einen „Bruch“ in der Fabel gäbe? Als ob das wichtig wäre. Die Königin der Nacht ist einmal schlecht und einmal gut – so what! Bei den Kindern ist sie immer blau angezogen. Das Sympathischste ist, dass Wien Mozart sozusagen ausquartiert hat, das Wunder der Uraufführung des heute auch auf den größten Bühnen der Welt beheimatete Werk fand im Kasperletheater der Vorstadt statt. „Der stille Beifall ist der Schönste!“, schreibt Mozart, dessen „Zauberflöte“ nicht sofort den Erfolg hatte, den wir kennen. Es war ein Singspiel-Versuch vor den Toren des normalen Opernbetriebes, ergo das richtige Stück für Erl.
Mit der „Zauberflöte“ als „Volksoper“ bleiben die Festspiele auf den Spuren des Impresarios Schikaneder. Neben den beiden regulären Vorstellungen am Wochenende bieten die Festspiele eine preislich vergünstigte Familienvorstellung mit einer zweiten Besetzung – die es uns ermöglicht, auch den sängerischen Nachwuchs in das angemesse Rampenlicht zu rücken. Bei dieser Vorstellung tritt auch ein Teilnehmer der im Sommer 2016 wieder einmal dargebotenen Dirigiermasterclass ans Pult. Das heißt konkret: 50 Euro auf allen Plätzen! Dabei ist nicht zu vergessen, dass Kinder bis 10 Jahre bei uns gänzlich freien Eintritt genießen und Jugendliche, Präsenz- und Zivildiener sowie Studierende bis 30 Jahre in der Oper auch nur 25 Euro zahlen.

Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral

Sarastro: Giovanni Battista Parodi, Evert Sooster
Tamino: Johannes Chum, George Humphrey
Sprecher: Frederik Baldus, Michael Doumas
Erster Priester: Markus Herzog, George Humphrey
Zweiter Priester: Michael Doumas, Evert Sooster
Königin der Nacht: Heera Bae, Sonia Bellugi, Claudia Sasso
Pamina, ihre Tochter: Joo Anne Bitter, Sophie Gordeladze, Paola Leggeri
Erste Dame: Susanne Geb, Lada Kyssy
Zweite Dame: Magdalena Kozakiewicz, Carolin Neukamm, Dorothea Spilger
Dritte Dame: Veronika Dünser, Alena Sautier
Erster Knabe: Giancarla Bettella, Atsuko Koyama
Zweiter Knabe: Yuko Ugai, Soomin Yu
Dritter Knabe: Tamara Cardo, Junhua Hao

Papageno: James Roser, Nicola Ziccardi
Papagena: Magdalena Kozakiewicz, Maria Lopalco
Monostatos, ein Mohr: Richard Klein, Wolfram Wittekind

Erster Geharnischter: Markus Herzog, George Humphrey
Zweiter Geharnischter: Michael Doumas, Evert Sooster

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung: Tito Ceccherini (23. / 30. Juli),
Teilnehmer der Dirigiermasterclass (28. Juli)
Regie: Gustav Kuhn
Leitung Wiederaufnahme: Teilnehmer der Regiemasterclass
Bühne: Sigi Mayer


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