Oper

Die Zauberflöte


Auch wenn Die Zauberflöte jedem Opernfreund bekannt ist, so fasziniert ihre Mischung aus Popularität und Weltsicht immer wieder neu. Mit viel Hintersinn inszenierte Intendant David Pountney nun Wolfgang Amadeus Mozarts Welterfolg auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele.

Das Werk ist klug gewählt, markierte es bei seiner letzten Aufführung unter der Regie von Jérôme Savary 1985 in Bregenz einst den Aufbruch in eine neue Ära. Fortan bestimmten ausschließlich seriöse Opern in fantasievoll-aufwendigen Regiekonzepten das Spiel auf dem See. Die Festspiele gewannen internationales Format, wurden zum viel beachteten Top-Thema in Zeitung und Fernsehen.

Die Inszenierung der Bregenzer Festspiele rückt die Oper in eine bunt leuchtende Fantasy-Welt. Flankiert von drei riesigen „Drachenhunden“ spielt die Handlung auf einem mit Gräsern bewachsenen Schildkrötenpanzer. Für den Bühnenbildner Johan Engels symbolisiert er den „Wald des Lebens“. Zum ersten Mal wird im See außerdem eine Drehbühne eingesetzt sowie eine Karussellschiene unter Wasser.

Ein visuelles Spektakel, an dem auch Zauberflöten-Textautor Schikaneder seine Freude gehabt hätte, setzte er doch selbst gerne aufwendige Effekte ein. Das macht die Oper für den Intendanten Pountney zur idealen Wahl für die Seebühne: „Mozart und Schikaneder kannten die Möglichkeiten perfekt, die gute Unterhaltung bieten kann, um mit einem Publikum zu kommunizieren, und gleichzeitig gingen sie in keinem Moment Kompromisse ein, wenn es darum ging, ihr Theater als eines der Ideen zu präsentieren, das die zentralen humanistischen und rationalen Fragen der Aufklärung ansprach.“ Auf diese Weise erschließt sich auch das märchenhaft begrünte Bühnenbild: Pountney: „Wenn die Wälder der Komplexität für den menschlichen Geist zu düster und dicht werden, stimuliert Kultur die Fantasie, den Ausweg in Träumen zu finden, und Träume wahr werden zu lassen.“ Auch so ist die ewig aktuelle Zauberflöten-Story zu deuten.

Musikalische Leitung: Patrick Summers/ Hartmut Keil
Inszenierung: David Pountney
Bühne: Johan Engels
Kostüme & Puppendesign: Marie - Jeanne Lecca
Stunt & Action Choreographie: Ran Arthur Braun
Puppenspiel: Blind Summit Theatre - Mark Down & Nick Barnes
Licht: Fabrice Kebour
Tongestaltung: Wolfgang Fritz
Chorleitung: Lukás Vasilek

Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor
Stunt Performer, Akrobaten & Puppenspieler

Die Bregenzer Festspiele 2014 finden vom 23. Juli bis zum 25. August 2014 statt. Tickets und Infos unter +43 (0)5574 407-6 und www.bregenzerfestspiele.com.

Neben der Seebühnen-Reprise von Die Zauberflöte stehen unter dem Motto „Wien zartbitter“ Werke des österreichischen Komponisten HK Gruber im Mittelpunkt der Saison 2014, darunter die Auftragskomposition Geschichten aus dem Wiener Wald in Koproduktion mit dem Theater an der Wien.

Darüber hinaus gelangen ein kurioser Metzgerladen, zwei französische Singvögel sowie große und kleine Puppen zu ihrem Auftritt bei der 69. Ausgabe des Sommerfestivals am Vorarlberger Bodensee.

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