Theater

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas


Akademietheater

1030 Wien, Lisztstraße 1

Mi., 14.12.2016

20:00 - 22:15

Joël Pommerats hochkomisches wie berührendes Pariser Erfolgsstück präsentiert 18 Geschichten über die Unmöglichkeit der Liebe.

Was bedeutet „Liebe“ in einer Zeit, in der die Selbstverwirklichung des Einzelnen in unserer Gesellschaft an oberster Stelle steht? Was passiert, wenn ein großes Gefühl auf eine kleine Alltagswirklichkeit prallt? Und was ist eigentlich ein authentisches Gefühl?
In einem u.a. von Ingmar Bergman und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen trifft hier die Prostituierte auf den Priester, die Sekretärin auf den Chef oder die Babysitterin auf ein, nun ja, kinderloses Paar. Die funkelnden Miniaturen spielen im Transitbereich menschlicher Beziehungen: Ein Bräutigam muss auf der Hochzeit gestehen, sämtliche anwesenden Schwestern der Braut bereits einmal geküsst zu haben, und ein Lehrer versucht, verstörten Eltern seine vermeintlich unschuldige Liebe zu ihrem kleinen Sohn zu erklären. Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die 24 Männer und 28 Frauen, die einander hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.

„Was in dir vorgeht, ist eine ganz einfache neuro-chemische Reaktion.“

In präzisen Dialogen erzählt Pommerat von Menschen, die an der Liebe scheitern – und belegt auf amüsante Weise eine eigentlich todtraurige These: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea. Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück.

Der Autor und Regisseur Joël Pommerat (*1963) schreibt und inszeniert in engem Dialog mit seinem Ensemble, der Compagnie Louis Brouillard, Stücke, die der Paradoxie des Alltags realistisch und unverblümt Stimme verleihen und mit ihrer Aktualität und Intensität ein breites Publikum begeistern. Er gilt als einer der wichtigsten französischen Gegenwartsdramatiker und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. drei Mal mit dem Prix Molière.

Der Autor und Regisseur Joël Pommerat (*1963) schreibt und inszeniert in engem Dialog mit seinem Ensemble, der Compagnie Louis Brouillard, Stücke, die der Paradoxie des Alltags realistisch und unverblümt Stimme verleihen und mit ihrer Aktualität und Intensität ein breites Publikum begeistern. Er gilt als einer der wichtigsten französischen Gegenwartsdramatiker und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. drei Mal mit dem Prix Molière.

mit
Frida-Lovisa Hamann
Dorothee Hartinger
Sabine Haupt
Dörte Lyssewski
Petra Morzé
Daniel Jesch
Johannes Krisch
Dirk Nocker
Martin Reinke

Regie: Peter Wittenberg

Bühne: Florian Parbs
Kostüme: Alexandra Pitz
Musik: Wolfgang Siuda
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Hans Mrak


Künstler


Pressestimmen

  • Mi., 14.12.2016

    20:00 - 22:15
  • Fr., 23.12.2016

    19:30 - 21:45

    • Abo 6