Theater

Die Wahrheit


Florian Zellers Komödie jongliert lustvoll verwirrend mit der Wahrheit. Sobald man sie zu erahnen glaubt, erkennt man lachend die Täuschung. Wie einfach ist dagegen die Lüge. Deswegen verwendet sie weltweit jedes Paar. Ohne sie würde die Menschheit vermutlich aussterben.

Die Wahrheit
von Florian Zeller

Die Wahrheit

Wer seinen Partner betrügt, der sollte wenigstens die moralische Größe haben, eine gute Lüge zu erfinden. Ehrlichkeit hilft nur dem eigenen Gewissen. Das Bedürfnis nach Wahrheit ist somit ein sehr egoistischer Charakterzug. Weh dem, der nicht lügt!

So ungefähr sieht der verheiratete Michel die Welt. Deshalb hat er seit sechs Monaten ein unbeschwertes Verhältnis mit Alice. Dennoch bittet er sie inständig, die Affäre nicht ihrem Mann Paul zu beichten. Schließlich ist Paul sein bester Freund. Sie spielen regelmäßig miteinander Tennis, plaudern über das Leben, die Liebe, den Beruf. Da ist es doch vollkommen logisch, dass ihm Pauls Glück am Herzen liegt. Das Vergnügen mit dessen Frau natürlich auch.

Für Michel scheint alles bestens zu laufen. Bis er das Gefühl nicht mehr los wird, dass seine Frau Laurence in letzter Zeit ein wenig komisch reagiert. Seine Geliebte ist ihm bisweilen suspekt und ob Paul wirklich nur mit den Tennisbällen spielt, ist noch lange nicht bewiesen.

Regie: Manfred Schild
Bühne: Luis Graninger
Kostüme: Andrea Kerner
Regieassistenz: Judith Knoll
Bühnenbau: Robert Simmerle
Technik: Gabriel Thurnher, Andreas Schwarz
Rechte: Desch


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