Theater

Die Verwandlung


Gregor Samsa hat sich über Nacht in einen Käfer verwandelt. Mit einem Panzer am Rücken, einem versteiften Bauch und Kleinen zappelnden Beinen, so erwacht Gregor eines Morgens. Schnell wird klar, dass Gregors Zustand als Ungeziefer kein Fieberwahn ist, sondern grausame Realität. Zum Entsetzen seiner Familie ist es Gregor ab nun unmöglich, weiterhin als Alleinverdiener für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Im Gegenteil, er kann seiner ungeliebten, monotonen Arbeit nicht mehr nachgehen und muss sich stattdessen jeden Tag mit Essen versorgen lassen. Aber wie lange wird die Familie Gregor als nutzlosen Fremdkörper in ihrer Mitte noch ertragen?

Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ ist 1912 entstanden und zählt zu den „unruhigsten Träumen“ der Weltliteratur. Für den jungen Regisseur und Autor Moritz Beichl ist „Die Verwandlung“ eine poetische Parabel auf unsere heutige Leistungsgesellschaft, in der jeder, der sich darin nicht einordnet, zum Außenseiter wird. Der Leistungsdruck und die Verantwortung nehmen zu, in der Schule, im Beruf und auch in Familien. Das Leben wird immer komplizierter. Wer sich nicht abgrenzen kann, obwohl er unter der Belastung leidet, muss sich einen Panzer schaffen.

mit
Stanislaus Dick

Inszenierung Moritz Beichl


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