Theater

Die Verwandlung


Das Theater ohne Furcht und Tadel nimmt Franz Kafkas wohl bekannteste Schöpfung unter die Lupe und folgt Gregor Samsa in seine phantastische, absurde Wirklichkeit, die der Autor mit teils melancholischen, teils ironischen, aber auch mit bitterbösen Untertönen zeichnet.

Ein ungeheuerlicher Traum
mit Filmprojektionen und Live-Musik,
erzählt und gespielt
nach Franz Kafka

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch..."

Mit: Sonja Graf, Markus Hummel und Robert Stuc

Zwischen Wachen und Träumen dämmert dem unglückseligen Handelsreisenden Gregor Samsa, dass er an diesem trübseligen Morgen nicht nur tatsächlich verschlafen hat, sondern dass er aufgrund seiner phantastischen Verwandlung gar nicht mehr zur Arbeit wird gehen können. Kaum hat er diesen Gedanken gefasst, dringt es auch schon von allen Seiten auf ihn ein und ruft ihn zur Pflicht, die Familie, die er ernährt, fordert ihn sanft und klagend (die Schwester), herrisch und aggressiv (der Vater), dazu auf, die Türe zu öffnen und dem alltäglichen, Gregor verhassten Dienst nachzugehen. Unterstützung erhalten sie von Gregors Vorgesetztem, dem Prokuristen, bei dem sie verschuldet sind. Doch so peinlich dem Handelsreisenden sein persönliches Versagen ist, kann er - seit der unruhigen Nacht ein Käfer - seinen Verpflichtungen beim besten Willen nicht mehr nachkommen. Die Familie wird sich an Gregors Zustand gewöhnen und schließlich für ihr Fortkommen selber sorgen müssen. Ist die Anhänglichkeit wie au
ch das Entsetzen gerade der Schwester zunächst noch sehr groß, distanzieren sich die Angehörigen Samsas immer stärker von ihm, je mehr er seinem seltsamen Zustand verfällt: dem Bedürfnis an der Decke zu hängen, faulige Speise zu kosten, mit einem hässlichen unverständlichen Piepsen auf familiäre Fragen zu antworten oder sich unwiderstehlich zum Geigenspiel der Schwester hingezogen zu fühlen - selbst auf die Gefahr hin, das Dienstpersonal und die neuen Zimmerherren zu vergraulen, deren Mietzahlungen man dringend benötigt. Und da sich Gregor unberechenbarer Weise nicht an alle Regeln der Familie hält und manchmal geradezu taktlos in seinem Zimmer unter dem Sofa hervorkriecht, wenn er etwas durchsetzen will oder ihn die Wut überkommt, wird er allmählich zum Problem…

Das Theater ohne Furcht und Tadel nimmt Franz Kafkas (1883 – 1924) wohl bekannteste Schöpfung unter die Lupe und folgt Gregor Samsa in seine phantastische, absurde Wirklichkeit, die der Autor mit teils melancholischen, teils ironischen, aber auch mit bitterbösen Untertönen zeichnet...

Karten und Infos unter: 0676 / 425 09 85

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