Klassik

Die Unvollendete


FRANZ SCHUBERT Symphonie Nr. 8 h-Moll, 759 ‘Unvollendete’
GUSTAV MAHLER Symphonie Nr. 4 G-Dur

Philharmonie Salzburg
Ursula Langmayr Sopran
Elisabeth Fuchs Dirigentin

Die bis heute ungebrochene Popularität der ‚Unvollendeten‘ von Franz Schubert ist nicht nur auf die ausdrucksstarke, souverän komponierte Musik zurückzuführen, sondern auch auf das Mysterium des Fragments. Geheimnisse und Legenden umgeben das erst lange nach dem Tod des Komponisten entdeckte Werk. Nicht einmal in der Zählung ist man sich einig: Manche beschreiben es als seine siebte, andere als seine achte Symphonie. Sicher ist aber, dass die Philharmonie Salzburg und Elisabeth Fuchs diese meisterhaft komponierte, zweisätzige Symphonie im Februar im Großen Saal der Stiftung Mozarteum zur Aufführung bringen. Wie Schuberts Spätwerk, das den Übergang von der Klassik zur Romantik andeutete, leitete die Musik Gustav Mahlers das Musikzeitalter der Moderne ein. Militärmusik und Trompetensignale, Naturlaut und Kuhglocken, Trauermarsch und Holzhammer - kaum eine Musik oder ein Instrument hat Gustav Mahler in seinen Symphonien ausgelassen. Darüber hinaus hat er diese Gattung erweitert indem er etwa das Orchesterlied integrierte. So geschehen auch in seiner vierten Symphonie. Besonders auffällig sind die starken thematischen Verknüpfungen der vier Sätze und die alleinige Ausrichtung auf den Finalsatz. Dieser stellt in betont naiver Weise das ‘himmlische Leben’ dar - der Komponist vertont hier das gleichnamige Gedicht aus ‘Des Knaben Wunderhorn’. Es singt die oberösterreichische Sopranistin Ursula Langmayr, die bereits vor vier Jahren mit dem ‘Urlicht’ in Mahlers Auferstehungssymphonie im Großen Festspielhaus überzeugte.


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