Vortrag

Die unsichtbare Hand von Adam Smith


Adam Smith, Aufklärer und Moralphilosoph, hat das Funktionieren des Marktes an Spielregeln geknüpft. Seine “unsichtbare Hand”, mit der aus individuellem, einzelwirtschaftlichem Handeln Wohlstand für alle entsteht, setzt allerdings die Einhaltung moralischer Grundregeln voraus. Zugleich wurde er zum Ahnvater der klassischen Ökonomie bis hin zum Markteffizienz-Modell, das in der Finanzkrise gescheitert ist. Auch wenn die universitäre Lehre ebenso wie Medien- und Wirtschaftseliten immer noch von einseitiger Marktgläubigkeit dominiert sind: Die Suche nach neuen Erklärungen sozial-ökonomischer Wirklichkeiten und nach Antworten auf drängende ordnungspolitische Fragen hat längst begonnen. An die Stelle der zur Modell-Illusion gewordenen “unsichtbaren Hand” treten sichtbare Konzepte für eine Erneuerung verantworteter Marktwirtschaft.

LEITUNG | WILFRIED STADLER | Unternehmensberater und Wirtschaftspublizist

PANEL | Andrea Grisold (Außerordentliche Professorin für Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien), Martin Schenk (Leiter der Armutskonferenz), Rahim Taghizadegan (Philosoph, Gründer des Institutes für Wertewirtschaft)


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