Oper · Theater

Die Überflüssigen - von Alexander Kukelka



„Die Überflüssigen“ – Eine Operngroteske über die Hölle des Gleichen, den Terror des „Like“, die Diktatur der Transparenz, die trügerische Freiheit des Individuums als unterworfenes Subjekt in einer Gesellschaft der freiwilligen (Selbst-)Entblößung, (Selbst-)Ausbeutung und letztendlichen Ausmusterung.

Vom gut geschmierten Getriebe der postmodernen Leistungsgesellschaft in nüchterner Effizienz und aus nicht näher genannten Gründen ausgemustert, im tückischen Treibsand eines smarten Gefällt-mir-Kapitalismus zwischen Selbstoptimierung, Genussformel, Fitness, Sexyness, Depression und Burn-Out steckengeblieben, landet ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Individuen auf einer der zahlreichen spätkapitalistischen Müllhalden im Nirgendwo. Es handelt sich dabei um einen gelackten, unvermittelbaren ehemaligen CEO eines multinationalen Konzerns, eine bis zur Unkenntlichkeit gebotoxte Society-Lady unter Selbstoptimierungszwang, ein aufstrebendes Schlagersternchen mit „Paris- Syndrom“ und einen unverbesserlichen Idealisten und Lebenskünstler.

Nachdem sich die vier ProtagonistInnen vom ersten Schock erholt und den Dreck aus den Designerklamotten gekratzt haben, fallen sie zunehmend zurück in ihre alten Gewohnheiten und Verhaltensmuster. Man gibt sich der „Illusion der Freiheit“ hin und spielt weiter „Gesellschaft“. Doch ohne funktionierenden „mobilen Einkauf- Assistenten“, ohne „Smart Watch“, „Google Glass“ und Ladegerät ist man schlichtweg aufgeschmissen. Vor allem aber hat man die „Rechnung ohne Wirt“, sprich ohne den geheimnisvollen Hüter des Mülls gemacht. Sehr bald muss man erkennen, dass keine der bislang bewährten Strategien mehr greift, das Spiel ab sofort eigenen Regeln gehorcht und man in der Falle sitzt – in der Falle der totalen Konformität.
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DarstellerInnen, SängerInnen:
Ein aufstrebendes junges Schlagersternchen Ewelina Jurga / Sopran
Eine hochangesehene Society-Lady Eva Maria Neubauer / Sopran
Ein unverbesserlicher Idealist
und Lebenskünstler Emil Raoul Kohlmayr / Tenor
Ein CEO eines multinationalen Konzerns Dieter Kschwendt-Michel / Bariton
Der Hüter des Mülls Rupert Bergmann / Bass-Bariton

Komposition, Buch, Regie und musikalische Leitung: Alexander Kukelka
Bühne, Kostüm: Maria Theresia Bartl
Licht: N.N./Theater Nestroyhof Hamakom
Dramaturgie: Kathrin Kukelka-Lebisch
Instrumentalensemble:
Flöte, Klarinette / Bassklarinette, Violine, Viola, Violoncello, Schlagwerk /
Perkussion, Klavier


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