Theater

Die Totenwacht


Sie als Dichterin des ländlichen Idylls zu belächeln, ist ein Irrtum: Marie von Ebner-Eschenbach war eine Kämpferin und Freidenkerin, die sich nicht durch Unverständnis, nicht durch Schreibverbote von ihrer Mission abbringen ließ. Die Regisseurin Sara Ostertag gewann 2018 mit ihrem Kollektiv makemake den NESTROY-Theaterpreis für die beste Off-Theater-Produktion. In Linz ist sie außerdem bekannt als Mitglied der künstlerischen Leitung des Schäxpir-Festivals.

Sie als Dichterin des ländlichen Idylls zu belächeln, ist ein Irrtum: Marie von Ebner-Eschenbach war eine Kämpferin und Freidenkerin, die sich nicht durch Unverständnis, nicht durch Schreibverbote von ihrer Mission abbringen ließ. Den – in Wien großteils heiß geliebten – Bürgermeister und Antisemiten Dr. Karl Lueger nannte sie einen „gewalttätigen Schwindler“, seine Parteigänger „Canaillen“. Hart auf hart geht es auch in ihrer Erzählung Die Totenwacht: Zwei Nachbarskinder, ein reicher junger Bauer und eine arme junge Frau, treffen sich in einem Trauerhaus bei der aufgebahrten toten Mutter der jungen Frau. Längst gibt es nichts mehr zu sagen, dabei waren beide von Kindesbeinen an Gefährten, als sie heranwuchsen, fanden sie Gefallen aneinander. Doch alles ging schief. Die Familie des Mannes wurde immer reicher, die der Frau ärmer. Der soziale Unterschied beeinflusst auch die beiden Kinder. Irgendwann kommt es zu einem Vorfall, über den sie nicht hinwegkommen.

Die Regisseurin Sara Ostertag gewann 2018 mit ihrem Kollektiv makemake den NESTROY-Theaterpreis für die beste Off-Theater-Produktion. In Linz ist sie außerdem bekannt als Mitglied der künstlerischen Leitung des Schäxpir-Festivals.

Inszenierung
Sara Ostertag
Bühne und Kostüme
Nanna Neudeck
Musik
Clara Luzia
Dramaturgie
Franz Huber

Besetzung
Jeanne Werner
Isabella Campestrini
Daniel Klausner
Live-Musikerin
Clara Luzia


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