Theater

Die Tanzstunde



Mark St. Germain beschreibt auf witzige und einfühlsame Weise ein ungleiches Paar: sie lehrt ihn nicht nur tanzen, sondern führt ihn ein in die Welt der Gefühle und der Phantasie und er gibt ihr wieder neuen Lebensmut.

Ever Montgomery ist die Koryphäe für Geowissenschaften am New York Institute of Technology. Er ist hochintelligent, ein Genie in den Gebieten Erderwärmung und Artensterben, doch beim Umgang mit anderen Menschen fehlt ihm etwas sehr Wesentliches – Einfühlungsvermögen. Er kann Gesichtsausdrücke nur mit Mühe entschlüsseln, versteht keine Ironie und nimmt alles wörtlich, denn Ever ist Autist.

In einer Woche wird er mit dem Hesketh-Preis für seine akademische Leistungen ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung muss er nicht nur eine Rede halten und ein feierliches Dinner über sich ergehen lassen, zu seinen sozialen Verpflichtungen gehört auch ein Tanz. Dies ist wohl die schlimmste Herausforderung für ihn, denn Ever verabscheut jeglichen Körperkontakt, das beginnt schon beim Händedruck. Wie um alles in der Welt soll er da mit einer Frau tanzen? Nun sucht er Hilfe bei seiner Nachbarin, der Broadway-Tänzerin Senga Quinn.
Aber Senga hat ganz andere Probleme: sie hatte einen Unfall und wird vielleicht nie wieder tanzen können. Seitdem befindet sie sich in einer Depression und verlässt ihre Wohnung nicht mehr. Bis Ever vor ihrer Tür steht und ihr für eine einzige Tanzstunde zweitausendeinhundertdreiundfünfzig Dollar zahlen will, ein Honorar, das er nach streng wissenschaftlichen Parametern errechnet hat. Für diesen Stundenlohn lässt sie sich natürlich auf ihren merkwürdigen Nachbarn ein und entdeckt schon bald seine liebenswerten Seiten.

Besetzung
Senga Quinn,Tänzerin Tilla Rath
Ever Montgomery, Professor für Geowissenschaften Theo Helm

Regie Simon Dworaczek
Ausstattung Isabel Graf
Musik Jörg Reissner
Licht Günther Schöllbauer
Dramaturgie Theresa Taudes
Regieassistenz Julia Wargel
Maske Marliesa Hagn

  • Do., 14.11.2019

    19:30
  • So., 17.11.2019

    19:00