Tanz · Theater

Die Spur. Eine Chance


Die Choreographin Emmanuelle Vinh zeichnet mit den Tänzerinnen Eva Müller und Tamara Maksymenko sowie dem Pianisten Andreas Tentschert ein lebendiges, humorvolles Bild einer in sich vernarrten und exhibitionistischen Ich-Gesellschaft.

Die Spur wird zum konkreten und sichtbaren Element: Jegliche Bewegung der PerformerInnen erzeugt einen Farbabdruck auf Wand, Boden, Körper. Somit bleibt nichts unentdeckt, unerinnert. Zusätzlich wirkt ein Fotograf als beobachtender Akteur, interagiert mit den Tänzerinnen, indem er mit seinen in Echtzeit projizierten Fotos neue Perspektiven des Geschehens aufzeigt. Die Tänzerinnen haben keine Chance sich zu verstecken, ihre Handlungen ungesehen/ungeschehen zu machen. Der Tanz, sonst ephemere Kunst des Augenblicks, wird gnadenlos durch Farbspuren und Fotografien protokolliert und interpretiert. Die AkteurInnen versuchen den Blickwinkel zu ihren Gunsten zu verrücken, die Erinnerung zu manipulieren, ein Image zu erzeugen.

Idee/Konzept/Choreographie: Emmanuelle Vinh
Tanz/Performance/Choreographie: Eva Müller, Tamara Maksymenko
Fotografie/Performance: Michael Reisigl
Musik (prepariertes Klavier): Andreas Tentschert
Bühne: Veronika Stemberger


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