Vortrag

Die Sichtbarkeit des UNsichtbaren


Unser modernes Verständnis von Wissenschaft und Kultur stützt sich auf zwei Schlüsselfiktionen: (1) die Annahme des ‘autonomen’ Beobachters, der in der Lage sein soll seinen Blick vollständig zu kontrollieren und (2) die Idee, dass die Welt in der wir leben, mathematisch digital repräsentiert werden kann (wie in einer 3D-Animation).
Dieser Workshop wird die vormoderne Kontroverse zwischen ‘analogen’ und ‘digitalen’ Denkern in Erinnerung rufen. Daran anknüpfend wird deren Bedeutung für das heraufziehende post-digitale Zeitalter erkundet. Anhand von Kunstwerken und Filmsequenzen durchläuft Professor Johannes Hoff die Geschichte der Verleumdung und Wiederentdeckung des Unsichtbaren, unterstützt dabei im Gespräch von Sarah Spiekermann. Experimentell werden die Workshopteilnehmer darüber hinaus angeleitet, ihre eigene Wahrnehmung zu erproben und spielerisch dem Unsichtbaren in Werken der zeitgenössischen Kunst auf die Spur zu kommen.

LEITUNG | JOHANNES HOFF | Philosoph und Theologe, Professor Heythrop College, University of London


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