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Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Die Schule von Kyiv - Into the Dark


KünstlerInnen: Leonid Voitsehov, Lesia Khomenko, Sasha Kurmaz, Lada Nakonechna, Yevgen Nasadyuk, Yuri Leiderman and Igor Chatskin, Petro Ryaska, Fedir Tetyanych, Masoch Fund, “Night” movement, R.E.P. group

Kuratiert von Hudrada

Die Ausstellung der Kuratorengruppe Hudrada „Into the Dark“ zeigt eine Dokumentationssammlung von Performance-Actions, die von KünstlerInnen zu unterschiedlichen Zeiten vor allem in der Ukraine aber auch im weiteren Ausland durchgeführt wurden, beginnend in den 1980er-und 1990er-Jahren. Gemeinsam ist diesen Aktionen, dass sie als bewusst hilflose politische Geste gelten können, die in absurde Längen gezogen und manchmal vollständig allein ausgeführt wurde. Und sowohl die Verantwortung für diese Geste wie auch die Wirkung ihrer Äußerung reichen über die Handlung selbst hinaus, sodass auch jemand, der nicht direkt an ihr teilgenommen hat, unweigerlich in ihr Feld gezogen wird.
Die Actions aus den 1980er- und 1990er-Jahren von Fedir Tetyanych, Yuri Leiderman und Masoch Fund legen keineswegs Zeugnis von der Bildung einer Tradition ab; im Kontext der Ausstellung verweisen sie vielmehr entschieden auf ihre aktuelle Relevanz und erkunden den verrückten, den selbst-traumatisierenden, den antisozialen und gleichzeitig den sozial-utopischen Aspekt der Performances.
Die Chronologie der in der Ausstellung präsentierten Arbeiten kann als Dokumentation der wichtigsten politischen Aufstände und Ereignisse gelten, die in der Ukraine in den letzten 30 Jahren vorgefallen sind. Die Dokumentation der einsamen Durchquerung eines Waldes in der Nacht, „Night in the forest“, eine kollektive Arbeit aus dem Jahr 2015, die von einem russisch-ukrainischen Künstlerkollektiv initiiert wurde, vervollständigt die Serie.

Hudrada (Kreativkomitee) ist als kuratorische und aktivistische interdisziplinäre Gruppe seit 2008 aktiv. Hudradas Mitglieder sind Architekten, politische AktivistInnen, ÜbersetzerInnen, AutorInnen, DesignerInnen und KünstlerInnen. Die von Hudrada organisierten Projekte basieren auf einer Diskussion, die die Erfahrung der Teilnehmenden miteinander verbindet. Diese Projekte werden in Form von Ausstellungen durchgeführt, die zu einer Plattform für theoretische Arbeit werden, sowie im Rahmen von öffentlichen aktivistischen Kampagnen.


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