Theater

Die Schuhe der Braut


Syrien, Griechenland, Italien, Grenze zu Österreich: Das sind die Stationen von Saids Flucht. Er war Kämpfer des „Islamischen Staates“, bis er in einem Loch in der Wüste mit einer Leiche ins Gespräch kam, einer vom „IS“ geköpften Braut. Ihr gelobt er Besserung – fortzugehen, und die Wahrheit zu verbreiten.

Nach einem Hörspiel von Magda Woitzuck
Mit Caroline Frank, Peter Marton und Lukas Johne
Regie: Alexander Absenger

Syrien, Griechenland, Italien, Grenze zu Österreich: Das sind die Stationen von Saids Flucht. Er war Kämpfer des „Islamischen Staates“, bis er in einem Loch in der Wüste mit einer Leiche ins Gespräch kam, einer vom „IS“ geköpften Braut. Ihr gelobt er Besserung – fortzugehen, und die Wahrheit zu verbreiten.

Die österreichische Schriftstellerin Magda Woitzuck, geboren 1983, verleiht in ihrem jüngsten Stück den Unerhörten eine Stimme: dem geläuterten Krieger, der Leiche, dem Loch, in dem die Leiche liegt. Das Loch zeigt (und verbirgt) sich als göttliche Instanz, als Allegorie des Todes – als Unergründlichkeit, wie sie in vielen Texten Woitzucks die Fäden zieht. In „Die Schuhe der Braut“ lässt sie Said, den Flüchtling, ertrinken und wiederauferstehen. Er begegnet auf seiner sinnbildlichen Reise durch das gegenwärtige Europa einem zynischen Polizisten,einem depressiven Arzt und einer Journalistin, die ihn zuerst ins Herz schließt,um ihn letztendlich dort – respektive auf dem eisigen Gipfel seiner Fluchtroute – auszusetzen.


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