Neue Klassik

Die Rote Brille - Kammerkonzert, kuratiert von Karlheinz Schrödl


Sein Ziel ist es: Musikdramatik zu erzeugen, selbst bei reiner Instrumentalmusik in der intimen Kammer. – Der 81-jährige Karlheinz Schrödl war auch ausübender Richter, da liegt diese Musik-Art von krimineller Spannung, die zum Ausgleich gleichzeitig nach befriedender Gerechtigkeit ruft, auf der Hand. Als Kurator einer neuen Folge der Serie Die rote Brille von WALTER BACO, der hier Komponisten und Instrumentalisten vereint, greift Schrödl bei seinen beiden programmierten Werken auf Interpreten zurück, die ihn bzw. seinen Stil schon Jahrzehnte kennen: auf Oboistin HELGA SCHRÖDL und die aus Sydney stammende Fagottistin REBECCA RIEDL. Sie eröffnen den Abend mit SCHRÖDLs Kaleidoskop! Op.203 für Oboe und Fagott, einer Uraufführung, gefolgt von WALTER BACO mit einer Klavierimprovisation.

Zusammen mit Cellistin ARISTEA CARIDIS interpretiert dann Konzertgeigerin ANDREA FRANKENSTEIN SCHRÖDLs Serenade op.182. Letztes Jahr hat sie mit ihrem Frauenquartett Anima Ensemble zu Ehren Schrödls ein Geburtstagskonzert gegeben. Das ANIMA ENSEMBLE (Violinistin CHIZUKO SHIMOTOMAI, Bratschistin FROLIEB TOMSITS-STOLLWERCK, FRANKENSTEIN, CARIDIS) wird zudem mit CARIDIS´ Stimmungsbild für Streichquartett „Una noche in Cordoba“ das Konzertfinale bestreiten.

Dazwischen glänzen besonders feine Darbietungen: das Komponistenpaar REGINA ALFERY / RAIMUND TRIMMEL präsentiert „Walking through S“ für Viola Solo, gespielt vom 20-jährigen Russen EVGENII ARTEMENKOV. Mit seinen Studienkollegen ZHANGIR ZHUBANOV, Violinist aus Kasachstan, und dem 23-jährigen Cellisten CONSTANTIN SCHÖNER wird ARTEMENKOV außerdem MAXIM SELOUJANOVs Trio für Violine, Viola und Cello umsetzen. Spannend dürfte auch WALTER BACOs Komposition Sonata für Solovioline, gespielt von ZHANGIR ZHUBANOV werden, sodass man den Improvisator vom Schreiber unterscheiden lernt ...


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