Alte Musik · Klassik

Die römische Unruhe, oder Die edelmütige Octavia


Sing-Spiel in drei Akten von Reinhard Keiser
Szenische Aufführung, gesungen in deutscher und italienischer Sprache, mit deutschen Übertiteln

Auf dem untergehenden Plateau inszeniert Nero ein Beziehungsdrama. Nachdem er sich in die Ehefrau des besiegten und gefangenen armenischen Königs verliebt hat,befiehlt er seiner eigenen Ehefrau Octavia, in den Tod zu gehen. Nero gibt ein Fest, auf dem er alle nach seiner Pfeife tanzen lässt. Es kommt zum Eklat: Octavia verlässt gekränkt die Party, Nero folgt ihr, um sie zu maßregeln, Neros neue Geliebte Ormoena und deren eifersüchtiger Ehemann stürzen ihnen nach. „Plötzlich ist niemand mehr beim Fest“, schildert Carpentries diese Szene, in der er eine musiktheatralische Vorwegnahme von Haydns „Abschiedssymphonie“ erkennt. Octavia wird aber dann von einem gegen Nero rebellierenden Edelmann vor dem Selbstmord gerettet. Sie erscheint daraufhin Nero als Geist, klagt ihn an – und bringt ihn dazu, alles wieder rückgängig zu machen. Am Ende ist sie wieder an seiner Seite.

Als Nero wird der Sieger des letztjährigen Cesti-Wettbewerbs, der mächtige Bariton Morgan Pearse, die Fäden ziehen. Seine Wettbewerbsrivalin Suzanne Jerosme verliert nun als Octavia vorübergehend die Zuneigung des Kaisers.


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