Theater

Die Revolution frisst ihre Kinder


Schauspielhaus Graz

8010 Graz, Hofgasse 11

Do., 31.01.2019

19:30
  • Haus Eins

Der Puppentheaterwagen aus der mit dem Nestroypreis gekrönten Inszenierung „Der Auftrag: Dantons Tod“ wird im Oktober 2018 durch Burkina Faso rollen. Das Regieteam verlässt mit Ensemblemitgliedern den Proberaum: Abflug von Graz nach Ouagadougou.

„Dantons Tod“ in Burkina Faso frei nach Georg Büchner
„Setzt die Leute aus dem Theater auf die Gasse“, heißt es in „Dantons Tod“.
Wir folgen Büchners Aufforderung: Das Schauspielhaus Graz reist nach Westafrika!

Der Puppentheaterwagen aus der mit dem Nestroypreis gekrönten Inszenierung „Der Auftrag: Dantons Tod“ wird im Oktober 2018 durch Burkina Faso rollen. Das Regieteam verlässt mit Ensemblemitgliedern den Proberaum: Abflug von Graz nach Ouagadougou. Von Ort zu Ort ziehend fragen wir das Volk der Burkinabè nach ihrer Sicht auf die Französische Revolution, nach ihrer Version der Geschichte Europas und Afrikas. Aus dieser Reise entsteht der neue Theaterabend von Regisseur Jan-Christoph Gockel und Puppenbauer Michael Pietsch, der, zurück in Graz, auf der großen Bühne landet. Die ehemalige französische Kolonie Obervolta wurde 1984 in Burkina Faso umbenannt: „Land der aufrechten Menschen“. Namensgeber war der charismatische Unabhängigkeitskämpfer und Präsident Thomas Sankara, der „Che Guevara Afrikas“. Sankara wurde drei Jahre später ermordet, seine Leiche ist bis heute verschollen. Viele behaupten, dass sein Nachfolger Blaise Compaoré für seinen Tod verantwortlich ist. Das Regime Compaoré wurde 2014, 27 Jahre später, durch einen Volksaufstand gestürzt.

Mittendrin: Jan-Christoph Gockel, der gerade dort arbeitete. Vier Jahre später wird Gockel nun mit seinem Team fragen, was seitdem geschehen ist, herausfinden, wie sehr Frankreich noch mit dem afrikanischen Land verbunden ist und schauen, was passiert, wenn Danton und Robespierre auf Sankara und Compaoré treffen. „Die Revolution frisst ihre Kinder!“ wird Anfang November die Uraufführung in Ouagadougou erleben und danach in Graz gezeigt. Die Produktion wird überdies Teil des africologneFESTIVALs, dem Festival der afrikanischen Künste, sein und im Juni 2019 ihre Deutschlandpremiere in Köln feiern.

REGIE Jan-Christoph Gockel
KAMERA Eike Zuleeg
BÜHNE Julia Kurzweg
KOSTÜME Sophie du Vinage
PUPPENBAU Michael Pietsch
DRAMATURGIE & PROJEKTLEITUNG Jennifer Weiss
REISEBEGLEITUNG & PROJEKTLEITUNG Gerhardt Haag

  • Do., 31.01.2019

    19:30

    • Haus Eins
  • Mi., 27.02.2019

    19:30

    • Haus Eins