Theater

Die Rabtaldirndln - Böse Frauen


Die Rabtaldirndln ziehen in Böse Frauen ihre Spritzen mit unbequemen Wahrheiten des Pflegealltags auf und zielen damit genau ins Zentrum unseres Verständnisses von Gut und Böse.

Hintergrund des neuen Stücks ist die reale Mordserie der sogenannten Lainzer Mordschwestern, die von 1983 bis 1989 im ehemaligen Krankenhaus Lainz mehr als zweihundert Patient*innen töteten.

Was lässt Menschen, die sich der Pflege Kranker verschrieben haben, zu Todesengeln werden? Auf der Anklagebank sitzen die Lust an der Macht, über den Tod zu entscheiden, und die gleichzeitige Machtlosigkeit des Pflegepersonals. Pflege geht an die Substanz, sie fordert, sie spaltet, sie führt an Grenzen. Opferbereitschaft gehört zum unausgesprochenen Jobprofil. Die brachialfeministischen Rabtaldirndln sind sich sicher, dass es eine andere Lösung als Opferbereitschaft geben muss, und suchen in der gnadenlosen Liebe zur Konsequenz Gemeinsamkeiten mit den berüchtigten Mordschwestern. Schließlich sagen die Rabtaldirndln: „Wenn es mit uns einmal zu Ende geht, dann wollen wir die letzte Strecke würdig bewältigen.“

Die Rabtaldirndln sind ein fünfköpfiges österreichisches Kollektiv, das zeitgenössische Performances und Theaterproduktionen entwickelt. Die Theatersprache, die sie auszeichnet, kann sowohl im städtischen wie auch im ländlichen Kontext gesehen und gelesen werden. Nicht umsonst schreibt Ö1 über sie, sie würden den Provinzgeist auf das Ungeheuer Stadt loslassen. Mit Böse Frauen zeigen die Rabtaldirndln bereits zum neunten Mal eine ihrer Produktionen im brut Wien, zuletzt realisierten sie in Koproduktion mit brut Wien 2016 die Serie FEMALE HISTORY.

Konzept & Umsetzung Die Rabtaldirndln und Ed. Hauswirth Regie Ed. Hauswirth Performance Barbara Carli, Rosa Degen-Faschinger, Gudrun Maier Technischer Support Nina Ortner
Produktionsleitung Gudrun Maier Dramaturgie Gerda Saiko Ausstattung / künstlerischer Support Georg Klüver-Pfandtner

Eine Koproduktion von Die Rabtaldirndln, Theater Roxy Birsfelden und brut Wien. Mit freundlicher Unterstützung von Land Steiermark Kultur, Stadt Graz Kultur, Bundeskanzleramt Kunst und Kultur und Kulturabteilung der Stadt Wien.


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