Theater

Die Präsidentinnen


1990 wurde der witzig-böse Text, den Verlage und Theater zunächst als „unspielbar“ ablehnten, in Wien im Theater im Künstlerhaus uraufgeführt und brachte Schwab den ersehnten Durchbruch als Dramatiker.

Drei ins Monströse überzeichnete Protagonistinnen schwadronieren in einer Wohnküche vor dem Fernseher aus ihrem Alltagssumpf heraus über Gott und die Welt, Sparsamkeit, missratene Kinder und Dackel, Gulasch und verstopfte Toiletten, steigern sich in bestem „Schwabisch“ in Wunschwelten von erfülltem Leben und Liebesglück hinein und schwingen sich zu gewaltigen Allmachtsphantasien auf, bis die Situation eskaliert. Erna, Grete und Mariedl sind Präsidentinnen. „Das sind Leute, die glauben alles zu wissen, über alles zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn. Ich stamme aus einer Präsidentinnen-Familie“, bemerkte Schwab zu dem Stück, dem ersten seiner sogenannten Fäkaliendramen, das gemeinsam mit Mein Hundemund, Übergewicht, unwichtig: Unform und Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos eine Tetralogie bildet.

Regie
Michael Eybl

Bühne
Thomas Stingl

Kostüme
Bettina Breitenecker

Dramaturgie
Sylvia Brandl

Mit:

Sandra Lipp
Seraphine Rastl
Katharina Schmölzer

Führung durch den Tonhof
Am 10. und 12. Juni 2015 findet um 18.45 Uhr eine Führung durch den Tonhof statt. Die Führung ist in Verbindung mit anschließendem Vorstellungsbesuch kostenlos.
Anmeldung: Mag. Susanne Peyha, s.peyha@stadttheater-klagenfurt.at, 0463 / 55 2 66 – 227 (vormittags)


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