Theater

Die Perser


472 v. Chr. verfasste Aischylos, der dem Volk der Sieger angehörte und mitgekämpft hatte, aus der Sicht der Besiegten Die Perser, die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur, ein Lehr- und Mahnstück über den Krieg der Perser und ihre Niederlage, zeitnah geschrieben, jedoch fremd gemacht und in die Fremde verlegt.

Das Heer des Perserkönigs Dareios wurde im Jahre 490 v. Chr. von den Athenern in der Schlacht bei Marathon besiegt. Zehn Jahre später zieht sein Sohn Xerxes mit einer gewaltigen Flotte von über tausend Schiffen gegen die Griechen, um die Schmach der Niederlage zu rächen. Von bösen Träumen und Vorahnungen gequält, wartet die persische Königsmutter Atossa auf Nachricht aus dem Kriegsgebiet vor Salamis. Ein Bote berichtet von den unmenschlichen Gräueln der Schlacht. Die persische Flotte wurde in einen Hinterhalt gelockt und von den zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen vernichtend geschlagen. Nur der junge König Xerxes ist mit einer kleinen Truppe entkommen und auf dem Rückzug. Die zu Hause gebliebenen Greise beschwören den Geist ihres verstorbenen Feldherrn Dareios, der in der Niederlage seines Sohnes die göttliche Bestrafung der Hybris des jungen Herrschers sieht. Xerxes kehrt schwer gezeichnet aus der Schlacht zurück, die meisten Männer sind verloren, das Eroberervolk der Perser ist vernichtet.

Die Perser ist kein Anti-Kriegsstück, in dem der Krieg als solcher verdammt wird. Abgesehen davon, dass der antike Mensch sich eine Welt ohne Krieg kaum vorstellen konnte, stand der Krieg als Lebensprinzip in hohem Ansehen. Die Perser ist vielmehr ein Stück gegen den Übermut der Hochrüstung und die Blindheit der Kriegstreiberei. Das Hauptmotiv ist die Hybris. Wie fast alle Helden der griechischen Tragödie geht Xerxes an der eigenen Verblendung zugrunde.

Besetzung und Team

Dareios' Geist
Branko Samarovski
Chor des persischen Ältestenrates
Falk Rockstroh
Ein Bote
Markus Hering
Xerxes
Merlin Sandmeyer
Atossa, Königsmutter
Christiane von Poelnitz
Regie Team

Licht
Friedrich Rom
Bühne
Olaf Altmann
Regie
Michael Thalheimer
Dramaturgie
Klaus Missbach
Musik
Bert Wrede
Kostüme
Katrin Lea Tag


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