Oper · Theater

Die Passagierin


Oper Graz

8010 Graz, Kaiser-Josef-Platz 10

Fr., 17.04.2020

19:30
Corona-Virus: Veranstaltungen sind bis inkl. 13. April untersagt. Bei Fragen zu bereits gekauften Tickets wenden Sie sich bitte direkt an das Veranstaltungshaus.

Mieczysław Weinbergs Oper Die Passagierin, komponiert nach dem Roman der aus Krakau stammenden KZ-Überlebenden Zofia Posmysz, spielt Ende der 1950er Jahre auf einem Ozeandampfer während der Überfahrt nach Brasilien.

Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog
Libretto von Alexander Medwedew, nach dem gleichnamigen Roman von Zofia Posmysz
In deutscher, polnischer, französischer, tschechischer, jiddischer, russischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Empfohlen ab 14 Jahren.

1960: Lisa erinnert sich. Zunächst nur verschwommen, drängen immer mehr vergessene Melodien, Gesichter, Berührungen und Narben an die Oberfläche ihres Denkens, bis es schließlich kein Zurück mehr geben kann und Lisa erneut durch den „stinkenden Sumpf“ von einst watet. Lisa erinnert sich an ihre Zeit als SS-​Aufseherin im KZ Auschwitz und im Besonderen an die Insassin Marta, die den Musiker Tadeusz liebt und die hofft, gemeinsam mit ihm und den anderen das Ende des Krieges zu erleben. Doch kann es an einem Ort wie Auschwitz Hoffnung geben? Mieczysław Weinberg komponierte die Oper 1968 nach dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-​Überlebenden Zofia Posmysz, die ihre Erinnerungen durch den Blickwinkel der Täterin Lisa verarbeitete: Die Frage nach Schuld und die erneute Begegnung mit der Vergangenheit in der Gestalt Martas gehen unter die Haut, werden von Weinberg in berührende Harmonien überführt. Seine Musik bewegt sich dabei zwischen Beethoven, Mahler und Schostakowitsch, um einen Augenblick später Kinderlieder, Folklore und Chansons zu zitieren, die uns mithineinziehen in den unvorstellbaren Wahnsinn dieser Zeit. Für die Rolle der Lisa kehrt Dshamilja Kaiser zurück nach Graz und trifft dort auf Nadja Stefanoff in der Rolle der Marta, die uns zuflüstert: „Und ihr, meine Freunde, seid auch bei mir … Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde.“

Besetzung
Musikalische Leitung
Oksana Lyniv
(Mär: 14, 19, 21, 25, Apr: 26)
/Marcus Merkel
(Apr: 17, 19, 22, Mai: 8, 14)
Inszenierung
Nadja Loschky
Bühne
Etienne Pluss
Kostüme
Irina Spreckelmeyer
Licht
Sebastian Alphons
Dramaturgie
Yvonne Gebauer (als Gast)
/Marlene Hahn
Chor
Bernhard Schneider
Video
Christian Weißenberger

Marta
Nadja Stefanoff
Tadeusz
Markus Butter
Katja
Paulina Tuzińska
/Tetiana Miyus
(Mär: 14, 19, 21, 25, Apr: 26, Mai: 8)
/Eva-​Maria Schmid
(Apr: 17, 19, 22, Mai: 14)
Krystina
Antonia Cosmina Stancu
Vlasta
Andrea Purtić
Hannah
Mareike Jankowski
Yvette
Sieglinde Feldhofer
Alte
Mana Iwata
/ N.N.
Bronka
Joanna Motulewicz
Lisa
Dshamilja Kaiser
Walter
Will Hartmann
1. SS-​Mann
Ivan Oreščanin
2. SS-​Mann
David McShane
3. SS-​Mann
Martin Fournier
Älterer Passagier
Konstantin Sfiris
Oberaufseherin
Uschi Plautz
Steward
Christian Scherler
/Adrián Martinez Berthely

  • Fr., 17.04.2020

    19:30
  • So., 19.04.2020

    15:00
  • Mi., 22.04.2020

    19:30
  • So., 26.04.2020

    15:00
  • Fr., 08.05.2020

    19:30
  • Do., 14.05.2020

    19:30