Theater

Die Orestie


Ersan Mondtag, 2016 von Theater heute zum Nachwuchs­regisseur des Jahres gekürt, zeigt mit Die Orestie erstmals eine seiner Inszenierungen in Österreich.

Die Tragödientrilogie Die Orestie des griechischen Dramatikers Aischylos steht nicht nur am Beginn europäischer Theatergeschichte, sie steht auch am Beginn des abendländischen Demokratieverständnisses. Der Dichter lässt durch göttlichen Richterspruch der Pallas Athene den verheerenden Kreislauf von Schuld und Rache - und damit die anhaltenden Gräueltaten nach dem Ende des Trojanischen Krieges - durchbrechen.

Ersan Mondtag, 2016 von Theater heute zum Nachwuchs­regisseur des Jahres gekürt, zeigt mit Die Orestie erstmals eine seiner Inszenierungen in Österreich. In seiner Interpretation eröffnet er provozierende Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen, die Fragilität von Demokratie und die Rolle der Bürger*innen: »Die zentrale Frage in der Orestie ist die nach Recht und Gerechtigkeit. Das ist in meiner Weltwahrnehmung auch ein gegenwärtig zentrales Problem […] Das Tragödiengeschehen macht klar, dass es wichtig ist, als Zu­schauer eine Haltung zu entwickeln.« Mondtags Zusammenarbeit mit dem Komponisten Max Andrzejewski und einem Gesangschor verleiht dem archaischen Werk eine musiktheatralische Qualität.

Regie Ersan Mondtag
Dramaturgie Matthias Günther
Bühne Paula Wellmann
Kostüme Josa Marx
Musik Max Andrzejewski
Chorleitung/Gesangseinstudierung Uschi Krosch
Musikaufnahme Richard Koch (Trompete), Matthias Müller (Posaune), Henrik Munkeby Nørstebø (Posaune), Gerhard Gschlößl (Posaune)
Geräuschdesign Florian Mönks

mit Marie Löcker, Björn Meyer, Thomas Niehaus, Paul Schröder, Cathérine Seifert/Oda Thormeyer (alternierend), André Szymanski, Sebastian Zimmler
Gesangschor Lars Böttcher, Marianne Bruhn, Franziska Buchner, Martin Conrad, Minou Djalili, Ines Eberlein, Marta Frankenberg Garcia, Clemens Heise, Pauline Jacob, Marja Kaiser, Norbert Kijak, Günter Kochan, Ursula Krosch, Dustin Leitol, Harald Lieber, Ann-Kathrin Quednau, Inga Renz, Helena Rowinski, Marvin Sawatzki, Judith Schwendiger, Qiong Wu


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