Theater

Die Nerven der Fische


Theater Kaendace - Uraufführung
Ein FamilienLUSTspiel a'la Büchner von Josef Maria Krasanovsky und Alexander Mitterer
Ein Familienkosmos wird lustvoll seziert: Georg Büchners nicht minder berühmte Geschwister stehen im Mittelpunkt des Geschehens, zusammen mit einem deftigen Hasen, dem Sehnerv der Rheinbarbe, Feminismus, Revolution, Pietismus, Kapitalismus und jeder Menge anderer Tiere. Der Abend wirbelt die Familie Büchner mit großer Freiheit durcheinander: turbulent, frivol, packend.

Georg Büchner's Doktorarbeit trug den Titel "Die Nerven der Fische". Beim Sezieren einer Rheinbarbe infizierte er sich und verstarb 23 jährig an den Folgen. Seine revolutionären Gesellschaftsutopien lebten aber in allen seinen fünf Geschwistern nachhaltig weiter: Wilhelm Büchner: dem Erfinder des Ultramarinblau, Fabrikant und Politiker mit sozialem Interesse, Ludwig Büchner: berühmter Vererbungstheoretiker und Arzt, Alexander Büchner: Sozialrevolutionär, Literaturprofessor und Schriftsteller,Luise Büchner: Frauenrechtlerin, Publizistin und Autorin und Mathilde Büchner, die dieser tugendhaften Familie mit freiem Geist, den Zusammenhalt gab.

Basierend auf den historischen Fakten, schraubt sich das Stück "Die Nerven der Fische" jedoch hoch in ein fiktives Familienpandämonium: wer ließ das letzte Drama Georg Büchners verschwinden, das von Pietro Aretino und seinen erotisch deftigen "Sonetti lussuriosi" aus dem 16.Jhdt handelt, und waren die Gedanken darin wirklich umstürzlerisch ? Die als Terroristin auftretende Verlobte Georg Büchners, Minna, wendet den Abend zu einem grotesken Abbild unserer heutigen gesellschaftlichen Situation.

Inszenierung, Bühne: Josef Maria Krasanovsky
Mit: Yael Hahn, Klaudia Reichenbacher, Patrick Jurowski, Gerhard Lehner, Alexander Mitterer, Gernot Piff.
Eine Koproduktion von Theater Kaendace und klagenfurter ensemble.


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