Oper

Die Nase


Platon Kusmitsch Kowaljoff erwacht eines Morgens. Etwas ist komisch, etwas ist anders, etwas fehlt. Ja, richtig: seine Nase! Ein Mann ohne Nase, nicht zu denken, was das für Folgen nach sich zieht, sowohl beruflich als auch gesellschaftlich! Und dann strebt diese abgängige Nase auch noch nach Individualität und Unabhängigkeit! Das kann nur ein böser Traum sein.

Die absurde Handlung nach Gogol, unterstreicht der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch musikalisch gekonnt durch ein Patchwork an Musikformen. Das Werk kanalisiert die Macht der Kunst, unterhaltsam pointiert und unerbittlich Kritik zu üben. Das einstige Anprangern von Machtgier in allen Formen innerhalb der russischen Gesellschaft wurde zeitlos und erlangte universelle Gültigkeit.

Diese musikalische Farce fügt sich optimal in den Raum der Kammeroper, zumal sie auch in einer dafür idealen Fassung präsentiert wird. So kann es dem Publikum ermöglicht werden, die musikalischen Färbungen der facettenreichen Komposition in all ihren Spektren intensiv zu erleben.

Oper in drei Akten, zehn Bildern (1930)

Musik von Dmitri Schostakowitsch
Libretto von Georgi Jonin, Alexander Preiss, Jewgeni Samjatin und Dmitri Schostakowitsch nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai Gogol

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Musikalische Leitung Walter Kobéra
Inszenierung Matthias Oldag
Ausstattung Frank Fellmann
Licht Norbert Chmel
Chorleitung Michael Grohotolsky
Platon Kusmitsch Kowaljoff Marco Di Sapia
Iwan Jakowlewitsch Igor Bakan
Die Nase Alexander Kaimbacher
Wachtmeister Pablo Cameselle
Orchester amadeus ensemble-wien
Chor Wiener Kammerchor


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