Theater

Die Möwe


Tschechows „Komödie“ wurde bei der Uraufführung zum Flop. Eine weitere Inszenierung mit einem neuen Theaterverständnis einige Jahre später brachte den Erfolg. Es ist bis heute eines seiner meistgespielten Stücke.

Wer ist der Regisseur des eigenen Lebens? Und was und wie erzählen wir davon auf dem Theater? Tschechow versammelt drei Generationen auf einem Landgut an einem idyllischen See, wo der Sommer scheinbar ereignislos vergeht.

Kostja liebt Nina vom Nachbargut. Sie soll sein neues Stück aufführen. Sie will zum Theater, er sucht nach neuen Formen. Nina schwärmt
für den erfolgreichen Schriftsteller Trigorin, den Liebhaber von Kostjas Mutter, der berühmten Schauspielerin Arkadina. Ihre abfälligen Bemerkungen lassen Kostja die Vorstellung abbrechen.

Tief gekränkt schießt er eine Möwe, die er Nina schenkt. Ein Sujet für eine kleine Erzählung, wie Trigorin in einem Gespräch mit Nina meint, die sich unsterblich in ihn verliebt: Am Ufer eines Sees lebt ein junges Mädchen, glücklich und frei wie eine Möwe. Dann taucht ein Mann auf und vernichtet sie, aus Langeweile. So wie die Möwe. Während die Alten über ihr Leben und die Kunst räsonieren, steuern die Jungen desillusioniert in eine katastrophale Zukunft. Leben oder Kunst? Oder Liebe? Oder Geld?

Besetzung:

IIrina Nikolajewna Arkadina, Schauspielerin
Christiane von Poelnitz

Konstantin Gawrilowitsch Trepljow, ihr Sohn
Daniel Sträßer

Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder
Ignaz Kirchner

Nina Michailowna Saretschnaja, ein junges Mädchen
Aenne Schwarz

Ilja Afanasjewitsch Samrev, Leutnant a.D.,Gutsverwalter bei Sorin
Johann Adam Oest

Polina Andrejewna, seine Frau
Barbara Petritsch

Mascha, seine Tochter
Mavie Hörbiger

Boris Alexejewitsch Trigorin, Schriftsteller
Michael Maertens

Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt
Martin Reinke

Semjon Semjonowitsch Medwedjenko, Lehrer
Peter Knaack

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Kathrin Plath
Musik: Arno Kraehahn
Video: Sophie Lux, Anna Bertsch
Licht: Felix Dreyer
Fotografie: Reinhard Werner
Dramaturgie: Gabriella Bußacker


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